Start gestoppt: Keine Pfarreien-Reform in Trier in Sicht

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Bischof Stephan Ackermann. Foto: Arne Dedert/ dpa-Archiv

TRIER. Die geplante Reform der Pfarreienlandschaft im Bistum Trier wird nach dem vorläufigen Stopp aus Rom nicht mehr in diesem Jahr beginnen.

Für den Frühsommer erwarte man zwar Klarheit darüber, wie die Umsetzung der Synodenbeschlüsse organisatorisch und strukturell weitergehen könne, teilte der Trierer Generalvikar Ulrich von Plettenberg am Freitag mit. Ein «unterjähriger Start der neuen Pfarreien in 2020» sei aber «definitiv ausgeschlossen».

Die römische Kleruskongregation im Vatikan hatte das Gesetz zur Umsetzung von Reformen im Bistum Trier Ende November 2019 zur Überprüfung ausgesetzt. Damit konnten die zuvor zum 1. Januar 2020 geplanten ersten 15 von insgesamt 35 neuen Großpfarreien im Bistum nicht errichtet werden. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hatte daraufhin Stellungnahmen nach Rom geschickt.

Die Kongregation habe nun mitgeteilt, dass die Prüfung «in Anbetracht der Bedeutung des Themas für die Pastoral und für den priesterlichen Dienst in der Diözese» noch einige Zeit in Anspruch nehme, teilte von Plettenberg weiter mit. Als Termin sei der 30. April genannt worden. «Im Umfeld dieses Datums werden voraussichtlich auch die vom Bischof erbetenen Gespräche in dieser Sache stattfinden.»

Nach Abschluss des römischen Verfahrens werde das Bistum «zeitnah einen neuen Zeitplan vorlegen», wie und wann es weitergehen werden. Die Reformen beruhen auf einem Reformpaket, das eine 280-köpfige Synode in Trier 2016 beschlossen hatte.

Vor allem die neue Pfarreienstruktur gilt als umstritten. Kritiker befürchten mit der Auflösung von insgesamt 887 kleinen Pfarreien in derzeit 172 Pfarreiengemeinschaften einen Rückzug der Kirche vor Ort. Unter anderem diese Kritik war nach Rom getragen worden – und hatte die Aussetzung mit ausgelöst. Das

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