Raubtiere mit den Pinselohren – Drei Luchsweibchen in RLP nachgewiesen

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Foto: dpa-Archiv

RLP. In Rheinland-Pfalz sind drei Luchsweibchen samt Nachwuchs nachgewiesen worden. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Monitoring des Bundesamts für Naturschutz (BfN) in Bonn hervor. Demnach wurden von Mai 2018 bis April 2019 deutschlandweit 28 Luchsweibchen mit 49 Jungtieren im ersten Lebensjahr gezählt. Die meisten Weibchen lebten in Bayern, und auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt streiften die Raubkatzen mit den Pinselohren durch die Wälder.

Der Eurasische Luchs ist laut der Mitteilung des BfN in Deutschland streng geschützt und gilt als stark gefährdet. Insgesamt komme er momentan in drei Populationen vor: in der Harzregion, in Ostbayern und in Rheinland-Pfalz. «Ganz entscheidend für die Entwicklung des Luchsbestandes ist die Anzahl an Weibchen, die Junge haben», teilte das BfN mit. Das Monitoring habe gezeigt, dass die Zahl der Weibchen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 20 auf 28 gestiegen sei. Das sei auch auf ein Wiederansiedlungsprojekt im Pfälzer Wald zurückzuführen.

Doch seien das sehr wenige. Ein Problem für die wilden Tiere sind dem BfN zufolge der starke Verkehr und die nicht ausreichend zusammenhängenden Lebensräume. Luchse benötigten viel Waldfläche und ausreichend Beutetiere – vor allem Rehe, die Leibspeise des Luchses. Der Erhalt der Population sei nicht gesichert.

Den Angaben nach wurden 13 Luchse deutschlandweit tot gefunden – die meisten davon überfahren. 137 in Deutschland lebende Luchse seien nachgewiesen worden. Weitere Tiere lebten an der Grenze zum Ausland. Im Vorjahreszeitraum waren es bundesweit 128 Luchse.

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