Autofahrer standen fast 15.900 Stunden in Rheinland-Pfalz im Stau

Die A61 ist die staureichste Autobahn in Rheinland-Pfalz. Im Vergleich zu anderen Bundesländern hält sich der Stillstand zwar in Grenzen. Trotzdem kamen Autofahrer 2019 langsamer voran.

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Autofahrer standen in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr fast 15 900 Stunden im Stau. Das waren etwa 400 Stunden oder 2,5 Prozent mehr als 2018, wie der ADAC am Donnerstag in Mainz mitteilte. Und das, obwohl sowohl die Zahl der Staus zurück ging als auch die Gesamtlänge. Insgesamt wurden 20 567 Staus gemeldet – rund 2300 weniger als im Jahr zuvor. Die Länge des Stillstands summierte sich auf 38 850 Kilometer, fast 3500 Kilometer weniger als ein Jahr zuvor.

Im Bundesvergleich kommt Rheinland-Pfalz beim Stau auf seinen 877 Autobahnkilometern aber noch gut weg. Sowohl die Länge als auch die gesamte Zahl machten weniger als drei Prozent des Bundesanteils aus.

Erstmals hat der ADAC auch eine «Staubelastung» errechnet: Sie beschreibt die räumliche und zeitliche Ausdehnung des Stillstands und ergibt sich aus dem Produkt von Staulänge und -dauer. Diese Belastung lag bundesweit um etwa zehn Prozent über dem Vorjahreswert. Rheinland-Pfalz liegt auch dabei deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Nur im Saarland, in Thüringen und in Mecklenburg-Vorpommern war die so errechnete Belastung im Verkehr noch geringer, wie der ADAC mitteilte.

Die A61 – die von der niederländischen Grenze von Nord nach Süd durch Rheinland-Pfalz verläuft und in Speyer über den Rhein führt – war am stärksten von Staus und stockendem Verkehr betroffen. Besonders oft konnte der Verkehr nördlich von Koblenz nicht weiter rollen. Auf dem Abschnitt zwischen Ludwigshafen und Speyer ging auch häufig nichts mehr.

Auf der A6 – zwischen der Landesgrenze zum Saarland und dem Rhein bei Ludwigshafen – stauten sich die Fahrzeuge ebenfalls häufig. Ein anderer Schwerpunkt war die A60, die von der belgischen Grenze nach Wittlich und von Bingen über Mainz nach Rüsselsheim in Hessen verläuft.

Die längsten Staus gab es auf der A48 zwischen der Anschlussstelle Koblenz-Nord und Bendorf/Neuwied sowie auf der A6 zwischen den Anschlussstellen Kaiserslautern-Einsiedlerhof und Kaiserslautern-West. Ein ebenfalls von langen Staus betroffener Streckenabschnitt ist rund um die Landeshauptstadt: Die A643 zwischen den Anschlussstellen Mainz-Gonsenheim und Mainz-Mombach.

In der Pfalz waren die Stauschwerpunkte oft auf Baustellen zurückzuführen, wie der ADAC feststellte. Eine besondere Stelle ist dabei die Rheinbrücke nahe dem Wörther Kreuz, die aufgrund von Sanierungsarbeiten nur eingeschränkt befahrbar war.

Stau ist für den ADAC jede Meldung, bei der die Autos weniger als 20 Kilometer pro Stunde fahren können. Erhoben wird auch stockender Verkehr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 bis 40 Kilometern pro Stunde. Bei den Kilometern wird die längste Ausdehnung im gesamten Verlauf gezählt. Quelle sind die Landesmeldenstellen der Polizei sowie Live-Daten aus Navis und Apps.

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