Fleisch aus dem 3D Drucker?

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Das Essen von Fleisch ist heutzutage nicht unumstritten. Es gibt viele Ansatzpunkte, diesen Konsum zu kritisieren. Denn ein zu hoher Verzehr kann sich negativ auf den menschlichen Organismus auswirken. Schlaganfälle, Herzinfarkte, Diabetes und Krebs können die Folge sein.

Zusätzlich leiden Natur und Tierwelt unter den weltweit zunehmenden Bedarf an Fleisch. Viele Naturflächen werden zu Weideflächen umformiert. Gerade der Urwald im Amazonas steht in immer wieder aufflammender Kritik, da eine Brandrodung zugunsten von Weideflächen stattfindet. Auch die Ausscheidung der Tiere erhöht das CO2 und somit den Treibhauseffekt. Zudem kritisieren auch Tierschützer und Veganer, dass die Tiere nicht richtig gehalten werden und unter der Massenhaltung leiden würden.
Auf der anderen Seite bietet das Fleisch viele Nährstoffe, die alternativ erst gesucht werden oder durch Ergänzungsprodukte zu sich genommen werden müssen. Eiweiß und Eisen sind nur kleine Beispiele dafür. Auch viele mögen den Geschmack und können darauf einfach nicht verzichten, sodass ein Bedarf an Fleisch immer bestehen bleiben wird.

Neuartige Produktionsmöglichkeiten für Fleisch

In Science-Fiction Filmen wurden bereits neuartige Lebensmittelherstellungen gezeigt. Ganz vorweg stehen „Star Trek“ oder „das fünfte Element“, in denen die Hauptdarsteller in Sekundenschnelle Gerichte herzaubern konnten. Dazu gehörten ebenfalls Fleischgerichte. Dies wirkte besonders futuristisch, denn dem Betrachter war eins klar: So leicht kann das doch nicht gehen! Es kann sich allerdings bald schon flächendeckend ändern. Denn der 3D Druck wird auch auf diesen Trend übergreifen. Einen ersten Schritt dahin ist dem italienischen Forscher Giuseppe Scionti von der Polytechnischen Universität Kataloniens in Barcelona geglückt. Mit einer fleischähnlichen Paste hat er die Revolution eingeläutet, wie es damalig dem CNC fräsen lassen gelungen ist: Der 3D Druck formiert seine vegetarische Paste zu einem Steak. Die Inhaltsstoffe sind Reis, Seetang und Erbsen, die einem Steak aus Fleisch nach dem Druck ähnlich werden. Statt wie beim CNC Fräsen lassen ist die Produktion bei der 3D Drucktechnik hingegen typischerweise additiv. Innerhalb einer Stunde wird so 125g an Steaks aufbauend und Schicht um Schicht produziert. Das Verfahren wird sich noch beschleunigen und auch die Geschmacksrichtungen werden noch verfeinert, damit viele Geschmäcker getroffen werden und eine Fleischimitation perfektioniert wird. Dafür sorgt der Forscher mithilfe der Anweisungen von erfahrenen Köchen. Die Textur ist bereits sehr weit fortgeschritten. Dies ist schließlich wichtig, da das Auge ja bekanntlich mitisst. Aber auch das kann laut dem Forscher noch weiter verfeinert und einem Steak noch ähnlicher gemacht werden.

Notwendigkeit solcher Lebensmittelproduktionen für die Zukunft

Konsum für Fleisch zu verbieten, ist wahrscheinlich nicht die Lösung, die eine Verbesserung und Verhinderung einer weltweiten Nahrungsmittelkatastrophe verhindern kann. Zwar tragen steigende Preise ihren Teil dazu bei, können aber nicht den Hunger stoppen. Deswegen sind konstruktive Ansätze zu entwickeln, damit der Hunger in der Welt reduziert wird. Das angesprochene Verfahren klingt verheißungsvoll, dazu einen guten Beitrag zu leisten.

Schließlich werden die Treibhausgase gedrückt und der Umwelt einen ordentlichen Gefallen getan. Denn eins hat der Druck besonders im Auge: Nur soviel zu drucken, wie auch gegessen wird. Das Wegschmeißen durch liegen gebliebenes Fleisch an Essenstheken und Buffets gehört damit der Vergangenheit an. Endlich werden nur solche Portionen gedruckt, welche die Menschen tatsächlich auch essen werden.

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