Landtag gedenkt erstmals Verfolgung Homosexueller

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Erstmals hat der rheinland-pfälzische Landtag die Verfolgung Homosexueller in den Mittelpunkt seiner Sitzung am Holocaust-Gedenktag gestellt.

Mehr als 50 000 Männer seien nach dem von den Nazis verschärften sogenannten Schwulenparagrafen 175 verfolgt worden, und etwa ebenso viele auch noch in der Bundesrepublik bis 1969, sagte Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) am Montag in der Gedenkstätte KZ Osthofen.

Hering kündigte an, sich für die wissenschaftliche Aufarbeitung der Mechanismen des Verdrängens einzusetzen. «Dass nach den Gräueln des NS-Regimes der deutsche Staat jahrzehntelang bestimmte Gruppen weiter ausgegrenzt und sogar strafrechtlich verfolgt hat, erscheint uns heute schwer erträglich und auch schwer begreiflich», sagte Hering. «Jahrzehntelang wurde über solche Kontinuitäten auch in den rheinland-pfälzischen Amtsstuben beredt geschwiegen.» Wie solche Verdrängungsmaßnahmen in der Gesellschaft genau funktionierten, müsse wissenschaftlich aufgearbeitet werden.

5 KOMMENTARE

  1. Zum Glück wird man ja seit ein paar Jahren mehrmals täglich an die Greueltaten unserer , mittlerweile Ur-Ur-Ur Vorfahren erinnert .Die Öffentlich Rechtlichen senden parallel dazu täglich Dokus über Nazi Deutschland , den Holocaust , Adolf Hitler , Göbbels ,Himmler usw .
    Man kann es irgendwann einfach nicht mehr sehen und hören .
    Aber was will man von einer Regierung erwarten die ihre Bürger mit aller Gewalt zu Unterwürfigen Arschkriechern erziehen will die sich ständig und überall entschuldigen sollen !

  2. Gedenken an den Holocaust und das 3. Reich ist wichtig und unentbehrlich, auch ich habe Verwandte im 3. Reich verloren und kann mich noch gut an die Männer ohne Arme oder mit Holzprothesen erinnern, die in meiner Jugend noch zahlreich herumliefen.
    Jedoch ist es beschämend wenn linke Gruppierungen heutzutage versuchen mit der Nazikeule jeden mundtot zu machen der eine andere Meinung als sie hat und dabei Methoden anwenden, die der SA würdig wären, vergleiche der Aufruf zur Denunziation durch das selbsternannte Zentrum für politische Schönheit, Morddrohungen gegen Gastwirte die an die AfD vermieten oder einfach Flaschen- und Steinwürfe bei Demonstrationen der linken Szene.
    Ausserdem ist es unzulässig, aus dem 3. Reich abzuleiten dass heutzutage jeder in Deutschland reinspazieren darf und jeder der das kritisiert ein Nazi sei.

  3. Bis diese Bundesrepublik,Der § 175 des deutschen Strafgesetzbuches (§ 175 StGB) existierte vom 1. Januar 1872 (Inkrafttreten des Reichsstrafgesetzbuches) bis zum 11. Juni 1994. man hat es bis in die 70er verfolgt, unter Strafe gestellt. Ich mag keine Schwulen, das ist sicher okay aber wie soll ich an die Rechtsstaatlichkeit hier glauben, früher bestrafte man, heute fördert man, Randgruppen drängen sich in die Gesellschaft und schlimmer sie bestimmen mit wenigen Prozent diese Gesellschaft, vollkommen überproportional. Wie heuchlerisch ist unser Land, erst KZ dann abgemildert ab 1945 Zuchthaus oder weggeschaut. Ich habe mit dem von damals nix zu tun, klärt uns bitte auf aber bringt uns nicht in eine Erbschuld

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