Wandernder Rüde: Totes Tier auf der A60 war ein Wolf

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Bei dem Mitte Januar auf der Autobahn 60 bei Mainz angefahrenen Tier hat es sich definitiv um einen Wolf gehandelt. Das habe eine Analyse des Kadavers ergeben, teilte das Umweltministerium in Mainz am Donnerstag mit. Derzeit liefen noch am Internationalen Wildtierzentrum in Berlin weitere Untersuchungen, um noch mehr etwa über die genaue Todesursache herauszufinden.

Das an der A60 nahe dem Dreieck Mainz angefahrene und nach dem Unfall verendete Tier sei noch nicht an anderer Stelle nachgewiesen worden, aus welchem Rudel es stamme, sei nicht bekannt. Vermutlich handele es sich um einen einzelnen, wandernden Rüden. In der Regel halten sich Wölfe laut Umweltministerium nicht länger in dicht besiedelten Gegenden wie dem Rhein-Main-Gebiet auf – und wenn, dann seien sie nur auf dem Durchzug. Wölfe könnten pro Tag bis zu 80 Kilometer zurücklegen.

Mit diesem Wolf klettert die Zahl der in Rheinland-Pfalz nachgewiesenen Exemplare auf 27, dahinter stecken vermutlich zehn bis 14 Einzeltiere – sprich einige Exemplare wurden mehrfach nachgewiesen. Zwei Fähen – weibliche Tiere – sind höchstwahrscheinlich im Land sesshaft geworden, eine am Stegskopf im Westerwald, die andere in der Nähe von Bad Hönningen (Kreis Neuwied).

Den Wolf an der vielbefahrenen Autobahn bei Mainz hatte am Morgen des 16. Januar ein Autofahrer im Dunklen beim Überqueren der Fahrbahn erfasst. Der 60-jährige Fahrer war selbst unverletzt geblieben.

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