Automatenhersteller: Lob und Kritik für Glücksspiel-Einigung

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BINGEN. Einer der bundesweit größten Hersteller von Spielautomaten, Löwen Entertainment in Bingen, sieht die Verständigung der Länder auf einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag mit gemischten Gefühlen. Gut sei, «dass der Markt für Online-Glücksspiel geöffnet wird und wir als deutsches Unternehmen an diesem wichtigen Wachstumsmarkt teilnehmen dürfen», teilte Daniel Henzgen, Mitglied der Geschäftsleitung, am Mittwoch mit.

Die staatlich konzessionierte Spielhalle werde jedoch weiterhin diskriminiert, da nach wie vor die Verringerung der Zahl von Spielautomaten angestrebt werde. «Antiquierte Mindestabstände von Spielstätte zu Spielstätte bleiben bestehen, während das Online-Spiel an jedem Ort verfügbar ist», kritisierte Henzgen. Der Markt brauche eine strenge, qualitative Regulierung und attraktive, legale Angebote. Diese Punkte blieben auch bei der erzielten Einigung der Länder unbearbeitet. Die rund 4500 Jobs von Löwen Entertainment sind wegen strengerer Regeln für Spielautomaten und konkurrierender digitaler Glücksspiele teils unter Druck geraten.

Die Bundesländer haben sich nach langem Ringen auf eine Reform des deutschen Glücksspielmarkts geeinigt. Bisher illegale Glücksspiele im Internet wie Online-Poker oder Online-Casinos sollen erlaubt werden, für den Spielerschutz aber strenge Regeln gelten. So soll es neben einer zentralen neuen Behörde bei Glücksspielen im Internet ein monatliches Einzahlungslimit von 1000 Euro und eine Sperrdatei geben.

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