19 Standorte: Vier Pollervarianten für die Altstadt – Stadt Trier fragt Bürger Meinungen

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Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst und Feuerwehr können dank eines mitgeführten Chips jederzeit in die Fußgängerzone fahren.

TRIER- Er ist 80 Zentimeter hoch, aber bei Bedarf verschwindet er komplett im Boden: Der Trierer „Ur-Poller“ in der Glockenstraße ist seit Dezember in Betrieb. Jetzt plant das Rathaus, an 18 weiteren Zufahrtspunkten zur Fußgängerzone automatisch versenkbare Poller oder dauerhafte Blockaden zu errichten. Ziel ist es, unnötigen Verkehr aus der Altstadt herauszuhalten. Vor dem Baubeschluss haben jetzt die Bürgerinnen und Bürger das Wort.

Für Verkehrsdezernent Andreas Ludwig ist die Sache klar: „Tag für Tag sind viele Fahrzeuge ohne Berechtigung in der Fußgängerzone unterwegs. Mit den Pollern wollen wir diese dreisten Verkehrsteilnehmer heraushalten, um das Flanieren und Einkaufen in der Fußgängerzone für die breite Masse attraktiver zu machen.“

Aber natürlich gibt es auch berechtigten Verkehr in der Innenstadt: zum Beispiel die Warenanlieferung für die Einzelhändler oder Rettungsfahrzeuge im Notfall. Dazu kommen Anwohner mit einem privaten Pkw-Stellplatz und Hochzeitsgesellschaften auf dem Weg zum Standesamt am Domfreihof. Für ein intelligentes Steuerungssystem werden daher Poller benötigt, die sich absenken lassen und berechtigten Personen die Ein- oder Ausfahrt ermöglichen.

Matthias Swoboda, Fachmann für Ampeln und Signalanlagen im Tiefbauamt, hat insgesamt 19 Standorte identifiziert, an denen eine Zufahrtsbeschränkung installiert werden soll. Und zwar in vier unterschiedlichen Varianten: Polleranlagen, die die Ein- und Ausfahrt ermöglichen, sollen nach jetzigem Planungsstand an acht Stellen zum Einsatz kommen. An sechs Standorten soll es Poller geben, die nur für die Ausfahrt gedacht sind, wie zum Beispiel der bereits installierte Poller in der Glockenstraße. Beide Varianten sind während der Lieferzeiten grundsätzlich abgesenkt.

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An vier Einfahrten, die vom Lieferverkehr nicht genutzt werden, sind dauerhafte bauliche Blockaden vorgesehen, die sich nicht absenken lassen. Schließlich soll in der Jesuitenstraße ein halbautomatischer Poller errichtet werden, der von den berechtigten Personen, zum Beispiel der Feuerwehr, manuell bedient werden kann. Die Investitionskosten für diese Variante sind wesentlich geringer.

Das Rathaus hat sich also schon viele Gedanken zu den Pollern gemacht, doch nun sind die Bürgerinnen und Bürger und speziell die Anwohnerinnen und Anwohner der Fußgängerzone gefragt. Ebenso natürlich die Einzelhändler und die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Auf der Internetseite www.trier-mitgestalten.de/poller sind alle Infos zu den Pollern und den einzelnen Standorten zusammengestellt. Wer sich registriert, kann bis zum 17. Februar Kommentare und Anregungen eingeben. Andreas Ludwig ruft zum Mitmachen auf: „Wir haben bei unseren Planungen sicher noch nicht alle Aspekte berücksichtigt, deshalb wollen wir mit Ihnen in den Dialog treten. Es ist wichtig, dass wir für dieses Vorhaben eine möglichst große Akzeptanz herstellen.“

Nach der Auswertung der Bürgerbeteiligung steht der Grundsatzbeschluss des Stadtrats auf dem Programm. Dann können die einzelnen Standorte im Hinblick auf die voraussichtlichen Kosten untersucht werden. Die Kostenschätzung ist Basis für den Baubeschluss, der nach der Genehmigung des Haushalts 2021/22 zügig umgesetzt werden soll.

(Rathaus-Zeitung)

15 KOMMENTARE

  1. UR Poller – Umfrage. Meine Antwort ist: Deutschland hat fertig, Deutschland ist krank in der Birne. Aber die duckmäuserischen und feigen Bürger haben es ja so verdient. Wer sich nicht wehrt der muss halt Poller aufstellen. Diese Gesellschaft ist eine Schande für unser Land, einfach würdelos. Müllgebühren verdoppeln, Grundsteuer verdoppeln und Poller errichten, ganz toll gemacht. Blödmichel duckt sich weg und schluckt alles.

  2. Und was ist bei einem Softwarefehler? Dann fahren die Poller unkontrolliert aus und ein und können ein Auto aufspiessen. Stellt euch vor der Leibe fährt grade mit seinem Dienstwagen drüber, dann wird der vom Poller aufgespiesst. Durch einen Kurzschluss fangen dann noch die zwei vom Leibe für 10tausend EUR aufgestellten Wasserspeier an, unkontrolliert Hochdruckwasserstrahlen auszustossen und vorbeigehenden Passanten mit dem Wasserstrahl die Köpfe abzuschneiden. Es entsteht Panik aber durch Leibes Dienstwagen kommt keiner mehr aus der Fussgängerzone raus. Ich halte das Ganze für ein unwägbares Risiko.

    • Das ist wie bei einem elektrischen Fensterheber. Es reichen hier etwa 40 kg Gegendruck aus, dann fährt das Teil wieder abwärts. Viel passieren kann da nicht.

      • Gut zu wissen dann können wir ja weiter beruhigt in der Altstadt parken beim Ausfahren soll sich einfach meine Frau auf den Poller setzen, dann fährt das Ding wieder runter und wir können raus.

  3. Es wäre so einfach Punkt 11.00 Uhr morgens soll das Ortnungsamt durch gehen und jedem LKw einen Strafzettel geben der dann noch drinnen ist . Und jeder PKW der keine Aunahmegenemigung hat das Doppelte Bußgeld ! Das Regelmäßig gemacht dann ist ruhe.Aber nein die Damen und Herren gehen lieber ums Mutterhaus und verteilen mehrmals am Tag dort ihre Strafzettel,nebenbei kann man ja noch Kaffee trinken und nochmals durch. Geht lieber mal da wo es Nötig wäre !! Die Arbeiter und Besucher vom Mutterhaus können nichts dafür das die Parkplätze immer voll sind .

    • In jeder normalen Stadt, ausser vielleicht in Frankfurt oder Assistädten wie Berlin, geht das Ordnungsamt in regelmässigen Abständen durch die Strassen und wer falsch parkt kriegt einen Strafzettel. PUNKT.
      Nicht so in Trier. Hier gehen die Herren und Damen des Ordnungsamts rauchen, Kaffee trinken und sonstwas, so man als Privatperson jemanden anzeigt, der z.B. in der Einfahrt parkt, wird der erstmal nett angerufen, das zweite Mal auch und Strafzettel gibt es nie.
      Bei dieser Organisation, die ich übrigens auch dem Jensen geschuldet sehe, weil bei dem wurde ja jedes asoziale Verhalten toleriert, ist es kein Wunder dass jeder parkt wie und wo es ihm passt, in der Altstadt, gegen die Fahrtrichtung usw. usw.

        • Zur info: Das Thema Stärkung des Ordnungsamtes kam doch erst unter Jensen/Egger auf die Agenda.
          Alle anderen Fachdezernenten vorher wie z.b. Horsch, Bernahrding, Kaes-Torchiani haben das O-Amt mit dem Arsch nicht beachtet und die Personalmäßig am langen Arm verhungern lassen

          • Ein Firmenchef geht mitunter auch mal durch seine Firma und guckt nach dem Rechten, wenn er z.B. mal hört dass abends die Gabelstaplerfahrer gerne mal was trinken geht er eben mal abends rein und sieht sich um.
            Als damals 2008 der Mitarbeiter des Ordnungsamtes aufflog, der jahrelang krank geschrieben war und sich während dieser Zeit selber Genehmigungen für einen Marktstand in Lux und einen in Trier ausstellte und diese selber betrieb, hätte jeder verantwortungsvolle Bürgermeister reagiert und versucht, Ordnung in Strukturen zu bringen die offensichtlich nicht funktionieren.
            Nicht so der Herr Jensen, der hatte ja von früh bis spät nix Besseres zu tun als mit potentiell gewaltbereiten Linken gegen ein paar alberne Schiessbudenfiguren von der NPD zu demonstrieren, die ansonsten sowieso keiner beachtet hätte und dadurch gewaltbereite Anhänger der linken Szene in Trier hoffähig zu machen und der NPD eine Aufmerksamkeit zu bescheren, die sie ansonsten nie gehabt hätte.

  4. ich halte mittlerweile Deutschland für ein Risiko , zigtausende ohne Ausweiß aber zum Angeln nen Schein brauchen. Und heute morgen…die GRÜNEN wollen Billiglebensmittel verbieten um so den Wettkampf zu verhindern ? DIE GRÜNEN …ich kann sie nicht mehr ab. Alles verbieten.
    Und in den 70zigern noch rumgepöbelt …es ist verboten zu verbieten …jaja ..bisschen Macht und es geht los , fehlt nur noch die Uniform .
    Und zu den Pollern und Politikern ….. ist es gar nicht wert –

  5. Niemand hat die Absicht einen Poller zu errichten.
    Dann wird es halt für die Anwohner etwas teurer, wenn mal ein Handwerker o.ä. außerhalb der Ladezeiten rein muss. Und der Einzelhandel in der Innenstadt, gerade die kleineren Geschäfte werden auch ggf. darunter leiden. Aber sonst gibt es ja Gott sei Dank keine Probleme in der Stadt. Endlich mal den bösen Falschparkern und Außerhalb der Ladezeit in die Innenstadtfahrer eins ausgewischt. Daumen hoch für diese Pollertik!!!

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