Trierer Verwaltungsgericht: «Prümer Taliban» bekommt erneut keine Ausbildungsduldung

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TRIER. Ein als «Prümer Taliban» bekanntgewordener Afghane, der unanfechtbar ausreisepflichtig ist, hat erneut einen Antrag auf Ausbildungsduldung gestellt: Und erneut hat das Verwaltungsgericht Trier diesen abgewiesen, wie aus einer Mitteilung des Gerichts vom Donnerstag hervorgeht.

Der Afghane habe keinen Anspruch auf Erteilung einer Ausbildungsduldung im Eifelkreis Bitburg-Prüm, da er sich nach rechtskräftiger Ablehnung seines Asylfolgeantrags nicht mehr im laufenden Asylverfahren befinde und in Deutschland auch nicht mehr geduldet werde, hieß es zur Begründung (Az.: 11 L 5029/19.TR).

Der Mann sei zur Festnahme ausgeschrieben: Es seien bereits mehrere Flüge zur Abschiebung gebucht worden. Er gebe an, sich nach wie vor in Berlin im Kirchenasyl zu befinden. Daran hätten die Richter aber «erhebliche Zweifel», teilte das Gericht mit.

Der Afghane hatte zuvor in Prüm in der Eifel gewohnt. Er hatte im Asylverfahren angegeben, für die islamistischen Taliban gekämpft zu haben, sei dann aber selbst für zwei Monate von diesen inhaftiert worden und später geflohen. Daraufhin wurde er wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Im Prozess vor dem Oberlandesgericht Koblenz widerrief er sein Geständnis und sagte, er habe als angeblicher Taliban-Deserteur leichter Asyl in Deutschland erhalten wollen.

1 KOMMENTAR

  1. Warum werden Flüge zur Abscheibung gebucht wenn der Aufenthalt des Mannes nicht bekannt ist bzw. er sich nicht in Abschiebehaft befindet ?

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