Handelsstreit: Winzer klagen über Verluste durch US-Strafzölle!

2
Erntehelfer Robin trägt die gelesenen Rieslingtrauben weg. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Statt der Strafzölle auf Wein sollte die Bundesregierung den USA nach einem Vorschlag des Weinbauverbands Rheinhessen eine Schadenersatzzahlung anbieten. «Die deutsche Politik sollte jetzt unkonventionelle Lösungen anstreben», erklärte Verbandspräsident Ingo Steitz am Donnerstag. Die Schadenersatzzahlung könnte sich an der Höhe der zu erwartenden Zölle orientieren. «Finanziert werden könnte diese aus der jährlich fließenden Dividende an die deutsche Beteiligung am Airbus-Konzern.»

Hintergrund der im Oktober eingeführten Strafzölle von 25 Prozent ist die Entscheidung der Welthandelsorganisation (WTO), wonach die USA wegen unzulässiger EU-Subventionen für den Flugzeughersteller Airbus Strafzölle auf Importe im Wert von 7,5 Milliarden Dollar erheben dürfen. Davon sei das größte deutsche Weinanbaugebiet Rheinhessen besonders betroffen, sagte Steitz. «Der Streit um nicht WTO-konforme Subventionen der EU an Airbus und den USA an Boeing wird bei denen ausgetragen, die weder schuld an der aktuellen Situation sind, noch von den Zuwendungen wirtschaftlich profitiert haben.»

Bislang zeichne sich keine Lösung in dem Handelskonflikt ab – inzwischen werde sogar von einer Erhöhung der aktuellen Strafzölle auf 100 Prozent gesprochen. Steitz kündigte an, er werde Anfang Februar mit dem Präsidenten des Deutschen Weinbauverbands, Klaus Schneider, im Bundeslandwirtschaftsministerium über die Situation sprechen.

2 KOMMENTARE

  1. sollen das Klagen lassen ,haben lange genug gepanscht und den Endverbraucher getäuscht . Zusätzlich noch Hungerlöhne an die meist aus Polen gekommenen Helfer gezahlt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.