Zahl der Organspenden 2019 leicht gestiegen

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Symbolbild

Bildquelle: dpa (Seibel)

RLP- Entgegen dem Bundestrend ist 2019 die Zahl der Organspenden in Rheinland-Pfalz leicht gestiegen. Wie aus den am Montag veröffentlichten vorläufigen Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervorgeht, haben im vergangenen Jahr 49 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe für eine Transplantation gespendet – im Jahr zuvor waren es nur 37. Auch die Zahl der gespendeten Organe stieg von 115 im Jahr 2018 auf zuletzt 153.

Deutschlandweit hingegen sank die Zahl der Organspender von 955 auf 932. Bei den gespendeten Organen verzeichnete die DSO einen Rückgang von 3113 im Jahr 2018 auf 2995. Mit einer bundesdurchschnittlichen Spenderrate von 11,2 Spendern pro eine Million Einwohner sei Deutschland damit weiter eines der Schlusslichter im internationalen Vergleich, heißt es in der in Frankfurt verbreiteten Mitteilung.

Am Donnerstag (16. Januar) soll der Bundestag über neue Regeln für Organspenden entscheiden. Dabei geht es um die sogenannte Widerspruchslösung. Ein fraktionsübergreifender Gesetzesentwurf von einer Gruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt die «doppelte Widerspruchslösung» an. Ab dem 1. Oktober 2022 sollen demnach alle Bürger grundsätzlich als Spender gelten. Man soll dazu aber später Nein sagen können. Ansonsten wäre noch bei Angehörigen nachzufragen, ob ihnen ein Widerspruch bekannt ist.

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1 KOMMENTAR

  1. Was die Bundesregierung mit der „Widerspruchslösung“ vor hat ist eine riesengroße Sauerei !

    Aber Merkel hat doch extra auch dafür 2014 Verhaltensforscher (Verhaltensökonomie) für das Bundeskanzleramt gesucht.
    Man wolle den Menschen einen Schubs in die richtige Richtung geben, schrieben damals div. deutsche Leitmedien.
    Ich nenne das vom Staat ausgeführte Manipulation mit anschliessender Körperverletzung usw. !

    Damit kein falscher Zungenschlag entsteht, ich habe nicht grundsätzlich was gegen die Organspende, jedoch nicht so wie viele Politiker das im Bundestag planen.

    Hier ein Artikel zur Aufklärung:
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kanzlerin-angela-merkel-sucht-verhaltensforscher-13118345.html

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