Windkraft-Ausbau stark gebremst: Nur 35 neue Anlagen 2019

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Foto: dpa-Archiv

Der Bau neuer Windräder ist in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr nur noch schleppend vorangekommen. Nach vorläufigen Zahlen wurden lediglich 35 neue Windkraftanlagen in Betrieb genommen mit einer Gesamtleistung von 121 Megawatt. Im Vorjahr hatte die zugebaute Gesamtleistung noch gut 176 Megawatt betragen. Verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2018 ergab sich 2019 ein Minus bei der zugebauten Leistung von gut 53 Prozent. Die Zahlen gehen aus einer vorläufigen Auswertung der Fachagentur Windenergie an Land hervor.

Auch bundesweit kämpft die Branche mit Gegenwind. Laut Fachagentur brach der Bau neuer Windräder an Land im vergangenen Jahr in Deutschland auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren ein. Demnach wurden nur 276 neue Anlagen in Betrieb genommen mit einer Gesamtleistung von 940 Megawatt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies bei der Leistung ein Rückgang von mehr als 60 Prozent, im Vergleich zum Durchschnitt des Zubaus der vergangenen fünf Jahre ein Minus von 77 Prozent.

In anderen Ländern kam der Bau neuer Anlagen teils fast zum Erliegen, so etwa in Hessen, wo im vergangenen Jahr lediglich vier Windkraftanlagen hinzukamen, oder im Saarland, wo nur zwei neue Anlagen in Betrieb genommen wurden. Die meiste Leistung hingegen ging den Daten zufolge im vergangenen Jahr in Brandenburg ans Netz mit 57 Anlagen und rund 194 Megawatt (MW). Rheinland-Pfalz wiederum hatte 2019 im bundesweiten Vergleich einen Anteil von knapp 13 Prozent an der zugebauten Leistung.

3 KOMMENTARE

  1. Die armen Menschen, die neben einer solch schrecklichen, gesundheitsgefährdenden Windkraftanlage leben müssen, dazu die Verspargelung der wunderbaren Landschaft , gerade in RLP. Ganz zu schweigen von den vielen Tieren, vor Allem Vögel und Insekten, die durch diese fürchterlichen Windräder täglich getötet werden. Endlich regt sich Widerstand im Land, gegen diese hässlichen Ungetüme, die ja nicht konstant Strom liefern, sondern nur, wenn der Wind weht. Eine lächerliche Energiewende in einem Industrieland. Wir landen bei Eselskarren.

    • Die armen Menschen, deren Sportwagen aus wunderschönen Ölquellen gespeist werden die in fernen Ländern blühende Landschaften mit einem hübschen wie ein Regenbogen schimmernden Ölfilm überziehen. Diese Schönheit bekommen sie selbst viel zu selten zu sehen. Und dann das fürchterliche Leid vieler Deutscher, keine Kühltürme und Rauchwolken wunderschöner Kohlekraftwerke am Stadtrand sehen zu dürfen! Neben riesigen wunderschönen Tälern, wo früher Braunkohle von schrecklichem Wald verborgen wurde! Erneuerbare Energien als Alternative zur wunderbaren über 100 Jahre alten Technologie zu bezeichnen, das wäre wirklich lächerlich.

  2. Es sterben soweit ich weiß weitaus mehr Tiere, auch Vögel, durch den Straßenverkehr, Glasscheiben oder Umweltgifte. Nicht zusprechen von den Vögeln, die durch Katzen getötet werden. Nur ist das nicht so populär, um gegen erneuerbare Energien zu hetzen.
    Und verglichen mit der Zahl von ca. 710.000.000 Geflügeltieren in Deutschland in 2018 erscheint die Zahl der getöteten Vögel an Windenergieanlagen doch geradezu gering. (Falls nun jemand hetzen will, ich bin weder Vegetarier noch Veganer, sorry).
    Ich glaube auch nicht, dass fossile Energieträger (z. B. Kohlekraftwerke) oder AKWs gesünder sind im Vergleich zum Infraschall von Windenergieanlagen. Das ist allerdings noch durch weitere Studien herauszufinden.
    Was das Problem mit der unsteten Bereitstellung von Energie anbelangt: Es gibt bereits Methoden, mit denen überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien genutzt werden kann, um Wasserstoff herzustellen und als Gas zu nutzen. So kann man die überschüssige Energie sauber speichern, ohne auf Akkus zu setzen, die teuer und auch nicht ohne Umweltschaden sind. Infos dazu z. B. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Power-to-Gas

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