Trier-West: Mit Erfolg ins Berufsleben

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Was können Jugendliche tun, die aufgrund schulischer Misserfolge am Übergang zwischen Schule und Beruf zu scheitern drohen? Der Trägerverbund „Job-in-West“ gab 127 jungen Menschen in Trier-West in den vergangenen vier Jahren eine Antwort darauf: Mit aufeinander abgestimmten Angeboten konnten zahlreiche Projektteilnehmer in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Hinter diesen Zahlen stecke Zukunft, meint Projekt-Mitarbeiter Marc Peifer. „In den letzten vier Jahren haben wir über 100 Jugendliche in dem Projekt „Berufsorientierung und Qualifizierung“ begleitet“, so Peifer. 55 Schüler hätten in dieser Zeit den Abschluss der Berufsreife erworben und 31 Schüler hätten in eine Ausbildung vermittelt werden können. Weitere Jugendliche starteten geförderte Ausbildungen und nahmen an Einstiegsqualifizierungen teil. „Die Gründe des Erfolgs liegen zum einen in der Vermittlung von grundlegenden schulischen Inhalten und im Trainieren von sogenannten Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sorgfalt bei der Arbeit und zum anderen im Erwerb von handwerklichem Können“, sagt Peifer. Die Erfahrung habe auch gezeigt, dass etwa Betriebspraktika und die sozialpädagogische Begleitung die Jugendlichen stark motivierten. Dadurch hätten die Teilnehmer Ansprechpartner, mit denen sie über ihre Probleme sprechen könnten. Das sei äußerst wichtig, um am Ende erfolgreich zu sein.

Zu „Job-in-West“ gehört auch ein sogenanntes nachschulisches Qualifizierungsangebot zur Integration von jungen Menschen, die weder Ausbildung noch Arbeit haben. Für sie bieten das Café Bär und die Don Bosco Halle in Trier-West Beschäftigung in den verschiedensten Berufsfeldern wie z.B. in Gastronomie und Hauswirtschaft, im Service und in der Hausreinigung, im Baugewerbe und Baunebengewerbe bei Arbeiten mit Holz, Metall und Farbe. In den vergangenen vier Jahren wurden so rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigt, qualifiziert, betreut und unterstützt. Nahezu die Hälfte der jungen Menschen fand eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle und schaffte so den Einstieg in das Berufsleben. Die Vermittlungsquote betrug somit rund 45 Prozent. Projektleiterin Ingrid Schmitt zieht ein kurzes Fazit des Projektes: „Der Erfolg von „Job-in-West“ zeigt, dass das Konzept des Trägerverbundes aufgegangen ist“. Zunächst bis Sommer 2013 wird sich das Netzwerk weiter für die Menschen im Stadtteil Trier West einsetzen können.

Der Trägerbund „Job-in West“ besteht aus dem Caritasverband Trier und dem Jugendhilfezentrum Don Bosco sowie der Bürgerservice GmbH. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene werden durch das Projekt im Stadtteil Trier-West unterstützt. Finanziert wird „Job-in-West“ aus Landesmitteln des Programms  „Soziale Stadt“, durch das Jobcenter der Stadt Trier sowie aus kommunalen Mitteln der Stadt Trier. Weiter fließen ESF-Mittel des rheinland-pfälzischen Arbeitsministeriums sowie der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der Projekte zur „Vertieften Berufsorientierung“ und des „Jobfuxes“.

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