Schüler in Rheinland-Pfalz gegen Abi-Klausuren in bisheriger Form

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MAINZ. Mit Beginn der Abschlussprüfungen an den Gymnasien in Rheinland-Pfalz hat sich die Vertretung der Schülerinnen und Schüler für die Abschaffung der Abiturklausuren in ihrer bisherigen Form ausgesprochen.

«Eine einzige mehrstündige Prüfung steht doch nicht im Verhältnis zu meinen Leistungen der letzten 13 Jahre», erklärte am Donnerstag Elisabeth Hegemann vom Vorstand der Landesvertretung der Schülerinnen und Schüler (LSV). Die «überdimensionale Gewichtung» der Klausuren verursache überflüssige Stresssituationen und werde dem breiten Leistungsspektrum der gesamten Oberstufe nicht gerecht.

Stattdessen fordert die LSV, die Abiturnote aus allen Leistungen zu ermitteln, die während der gesamten Oberstufenzeit erbracht werden. Dies wäre zudem positiv für ein möglichst kontinuierliches Lernen. Die Schülerinnen- und Schülervertretung sprach sich auch gegen Überlegungen für ein bundesweites Zentralabitur aus.

Teile der Abiturprüfungen in Rheinland-Pfalz seien bereits landesweit vereinheitlicht. Gleiche Abschlussprüfungen könnten aber nur dann für alle gerecht sein, wenn auch die Vorbereitung auf diese Prüfungen einheitlich sei. «Doch solange jedes Bundesland sein eigenes Bildungssystem mit eigenen Lehrplänen und Schulkonzepten hat, ist das nicht gegeben.»

1 KOMMENTAR

  1. Schon klar, dass die Schüler das gerne hätten. Immer schön für die einzelnen Arbeiten und Klausuren lernen und danach auf Reset drücken. So läuft das nämlich leider meistens. Ein Schulabschluss – egal welcher – soll aber belegen, dass ein Schüler ein bestimmtes Wissen hat. Und nicht, dass er es irgendwann einmal für 60 Minuten hatte.
    Es ist halt schon was anderes, ob man das immer schön in kleinen Häppchen machen darf, oder ob in einer Prüfung das vermittelte Wissen der letzten Jahren abgerufen werden muss und das auch noch miteinander in Beziehung zu setzen.
    Ich weiß gar nicht wie oft ich schon hören durfte „Das war doch in der … Klasse. Das ist ewig her.“

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