10 Jahre nach Bekanntwerden – so viel zahlte das Bistum Trier an Missbrauchsopfer

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Bischof Stephan Ackermann. Foto: Arne Dedert/ dpa-Archiv

TRIER. Rund zehn Jahre nach dem Bekanntwerden des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche hat das Bistum Trier 506 000 Euro an Opfer gezahlt.

Insgesamt 162 Betroffene hätten sich in den vergangenen Jahren gemeldet, teilte Bistumssprecherin Judith Rupp am Donnerstag mit. Insgesamt seien 105 Anträge «auf materielle Leistung in Anerkennung des erlittenen Leids» bewilligt worden.

Das ausgezahlte Geld stamme nicht aus der Kirchensteuer, sondern aus Mitteln des Bischöflichen Stuhls. Von den Opfern wurden den Angaben zufolge 53 bereits verstorbene und 36 noch lebende Priester beschuldigt. Wo möglich, fordere das Bistum die finanziellen Leistungen von den Tätern zurück. Zudem könnten auch Therapiekosten übernommen werden. Derzeit liefen drei kirchenrechtliche Voruntersuchungen gegen Kleriker, zwei davon ruhten wegen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

2010 war die katholische Kirche vom Skandal um jahrzehntelangen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen erschüttert worden. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann ist seitdem als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs mit der bundesweiten Aufarbeitung betraut. Zum Bistum Trier gehören knapp 1,4 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

5 KOMMENTARE

  1. austreten aus der Kirche und konvertieren, so haben wir in 30 Jahren keine Probleme als Christen und Ungläubige.

  2. Genau! Bin schon lange ausgetreten und das war auch eine gute Entscheidung.
    Traurig, was da in der Kirche abgeht. Da werden die Vergewaltiger versetzt und das war´s dann und sie können weiterhin ihren kranken Trieben freien Lauf lassen. Wohlwissend und wohlbehütet unter dem Deckmäntelchen der „Hohen Herrn“.
    Und die Opfer??? …die sind entweder schon gestorben oder stehen weiterhin dumm da. Denn das, was denen passiert ist, kann man eh nicht mit Geld wieder gut machen.

  3. Die spielen doch nur auf Zeit, bis die Fälle verjährt sind.
    Ich verstehe nicht, wie sich jemand mit diesem „Verein“ identifizieren kann.
    Diese Kirche habe ich schon vor 20 Jahren verlassen und viele sicherlich
    im Kopf auch, trauen sich aber aus verschiedensten Gründen nicht,
    diese verlogene Institution zu verlassen,
    da eventuell Nachteile für die eigenen Kinder entstehen könnten,
    und was dann die Nachbarn wohl sagen würden, usw.
    Also praktisch wie im Mittelalter. 😁

  4. Da guckt euch doch das Bild an: Er predigt frieden! Laura Müller macht sich nackt. Das ist das verlogene Deutschland!! Wer Geld hat, kann machen, was er will

  5. Kann mich noch an die Grundschule in den 60zigern. erinnern.

    Die Jungs haben in der Schule mit dem Rohrstock Prügel bekommen.

    Dann als Messdiener befimmelt worden.

    Wer heute noch für diesen Laden Steuern bezahlt ist selber schuld.

    Ich zahle nun schon seit 15 Jahren
    nichts mehr für diese Lügengemeinschaft.

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