US-Großübung in Rheinland-Pfalz vermutlich kaum spürbar

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Ein Kampfhubschrauber der US-Army fliegt bei einer Übung. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild

RAMSTEIN/SAARBRÜCKEN. Die geplante militärische US-Großübung «Defender Europe 20» im Frühjahr wird voraussichtlich in Rheinland-Pfalz und dem Saarland kaum zu spüren sein.

«Derzeit sind keine geplanten Truppenbewegungen durch Rheinland-Pfalz im Zuge von «Defender 2020» bekannt», sagte Oberstleutnant Günter Bohn vom Landeskommando Rheinland-Pfalz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Thomas Dillschneider vom Landeskommando Saarland sagte auch: «Derzeit ist kein Straßentransport der US-Streitkräfte durch das Saarland geplant.»

«Möglicherweise kann sich das Flugverkehrsaufkommen in Ramstein während «Defender 2020» erhöhen, das ist aber derzeit nicht quantifizierbar», sagte Bohn. «Die Routen von den genutzten Häfen führen durch nördlich gelegene Bundesländer.» Für den Lufttransport von Übungsteilnehmern sei ebenfalls ein norddeutscher Flughafen vorgesehen.

Mit einer Großübung im Frühjahr wollen die USA testen, ob eine Verlegung von Truppen nach und in Europa reibungslos klappt. Die Übung bringe im Zeitraum Februar bis April 2020 rund 20 000 US-Soldaten aus den Staaten nach Europa, um sie – Deutschland als Transitland nutzend – nach Polen und ins Baltikum zu verlegen, sagte Dillschneider.

Nach Angaben der US-Streitkräfte sollen insgesamt 37 000 Soldaten an der Übung teilnehmen. Geplant sei die umfangreichste Truppenverlegung aus den USA nach Europa in den vergangenen 25 Jahren. Ziel sei, die Einsatzbereitschaft innerhalb der Nato zu erhöhen und mögliche Gegner abzuschrecken, erklärte das US-Militär. Deutschland wird logistische Drehscheibe bei der von den US-Streitkräften geführten Übung, an der sich insgesamt 19 Staaten beteiligen. Nach Angaben der Staatskanzlei in Wiesbaden werden unter anderem 8600 Radfahrzeuge und 1100 Kettenfahrzeuge aus Nordamerika eingeschifft oder eingeflogen.

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