„Zusammentreffen von zwei Weltkulturerben“ – diesjährige Sternsingeraktion eröffnet

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Bistumsweite Eröffnung der Sternsingeraktion 2020 am 2. Januar in Völklingen

VÖLKLINGEN. „Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit.“ Unter dieser Überschrift hat am 2. Januar im Bistum Trier die diesjährige Sternsingeraktion begonnen. Rund 500 Sternsingerinnen und Sternsinger samt ihren erwachsenen Begleitungen nahmen an der bistumsweiten Aussendung in Völklingen St. Eligius und im Weltkulturerbe „Alte Völklinger Hütte“ teil.

„Der Friede beginnt mit einem Lächeln“, sagte der Saarbrücker Jugendpfarrer Christian Heinz zu Beginn und so war das Lächeln und das Lachen ein durchgehendes Thema des Aussendungsgottesdienstes mit Weihbischof Robert Brahm. Liebe und Lächeln seien entscheidende Schlüssel für den Frieden in der Welt, sagte Brahm in seiner Predigt. Mit Lächeln und Lachen nähmen die Menschen Kontakt zueinander auf. Der Weihbischof lud seine jungen Zuhörerinnen und Zuhöre ein, täglich zu lachen, das sei auch gut für die Gesundheit. Kinder könnten das übrigens besser als Erwachsene, die fünfmal weniger lachen. Auch Jesus werde in der Krippe lachend dargestellt. „An ihm konnten Maria und Josef sehen, wie sehr Gott uns liebt“, sagte Brahm. Auch wenn der lachende Jesus in der Krippe in der Bibel nicht erwähnt sei, könne es letztlich nicht anders gewesen sein. „Ich freue mich, mit Dir zusammen zu sein“, sage Jesus damit. „Bei der Sternsingeraktion ist es Eurer Lachen, das die Menschen in ihren Wohnungen erreicht“, lud Brahm die jungen Leute ein, den Frieden weiter zu tragen. Der Weihbischof erklärte den Kindern und Jugendlichen die „Goldene Regel“: „Alles was Ihr wollt, dass Euch die Menschen tun, das tut auch ihnen.“ Dazu sei das Lächeln ein erster Schritt, das stecke an.

Nach dem Gottesdienst, der von der Band „JuGoDi“ aus Schmelz musikalisch mit gestaltet wurde, ging es auf Friedensdemo durch die Völklinger City zum Weltkulturerbe. „Wir wollen zeigen, dass wir für ein friedliches Miteinander sind, in Völklingen, im Bistum Trier, in Europa, im Libanon und weltweit“, lud Evelyn Zimmer vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zum Weg hinter dem Friedenskreuz ein. An der Spitze führten Weihbischof Brahm, die Völklinger Oberbürgermeisterin Christiane Blatt und der Geschäftsführer des Weltkulturerbes Michael Schley die Demonstration an. Aus allen Teilen des Bistums waren Sternsinger nach Völklingen gekommen, die meisten aus dem Saarland, und viele mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Joline aus Roden die mit ihrer Gruppe aus Roden mit dem Zug gekommen war. Den weitesten Weg hatten – neben Padre Damian aus Potosi in Bolivien – wohl die Dreikönigssinger aus Oberwesel am Rhein, aus der Heimat von Weihbischof Brahm. Unterwegs luden die Warndtscouts der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in einem Zelt zum heißen Tee ein. Die Pfadfinder hatten bereits zu Beginn des Gottesdienstes das Friedenslicht aus Bethlehem an den Altar gebracht.

In der Gasgebläsehalle begrüßte die BDKJ-Diözesanvorsitzende Susanne Kiefer die Ehrengäste und die Sternsingerinnen und Sternsinger von nah und fern zum Abschluss. „Ihr habt viel Licht hier rein gebracht“, lobte Geschäftsführer Schley die jungen Leute. Heute sei das von der UNESCO ausgezeichnete ideelle Weltkulturerbe „Sternsingeraktion“ zu Gast im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Schley wünschte den jungen Leuten viel Erfolg bei ihren Hausbesuchen, „viele Spenden und auch viel Süßes“. Oberbürgermeisterin Christiane Blatt bedankte sich dafür, dass sie gemeinsam mit den jungen Leuten den Friedensweg gehen durfte. Sie freue sich sehr, dass die weltweite Aktion für das Bistum Trier diesmal in Völklingen eröffnet wurde.

Nach Hause zurückgekehrt, werden sich die jungen Leute – zusammen mit rund 20.000 weiteren Sternsingerinnen und Sternsingern im Bistum Trier – in den Tagen um den 6. Januar auf den Weg zu den Menschen ihrer Wohnorte machen, um die Häuser und ihre Bewohnerinnen und Bewohner zu segnen und für die weltweiten Anliegen der Sternsinger zu sammeln.

Der Brauch des Sternsingens oder Dreikönigsingens ist uralt. Die heute von Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom BDKJ getragene Aktion, hat sich über die Jahre zum weltweit größten Hilfswerk von Kindern für Kinder entwickelt. Seit 1959 haben die Sternsinger in Deutschland über 858 Millionen Euro gesammelt. Damit wurden 65.000 Projekte unterstützt.

1 KOMMENTAR

  1. Der Padre aus Bolivien ? Greta ! Aufschrei ! Sammeln ? Hat die Kirche nicht genig Geld ? Dann aber später mit erbetteltem Geld großzügig als Gönner auftreten, KOTZ !

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