Tierschützer: Raketen und Böller nur zu Silvester zünden

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TRIER. Der Tierschutzbund Rheinland-Pfalz in Trier hat dazu aufgerufen, Silvesterraketen und Böller nur zu den erlaubten Zeiten des Jahreswechsels zu zünden. Der Lärm sei für Tiere ohnehin eine Belastung. Komme er überraschend, sei das noch schlimmer, sagte am Freitag ein Sprecher der Organisation mit Sitz in Trier. «Häufig haben die Tiere damit Probleme, wenn es unerwartet passiert.»

Denn der Krach bedeute Stress für die Tiere und das wiederum könne zu gefährlichen Situationen führen. Es sei beispielsweise möglich, dass sich ein Hund beim Gassigehen am Neujahrstag durch einen verspätet gezündeten Böller erschrecke und sich deshalb losreiße.

Die Silvesternacht sollten Haustiere im Haus verbringen, sagte der Sprecher. «Bei Katzen sollte man darauf achten, dass sie drinnen bleiben, auch wenn sie Freigänger sind.» Außerdem sei es wichtig, dass die Besitzer bei ihren Tieren seien, anstatt zu feiern. Heruntergelassene Rollläden und laute Musik, um die Knallgeräusche zu übertönen, könnten den Jahreswechsel für Haustiere erleichtern. «Und dann kann man nur hoffen, dass die Nacht schnell vorbei ist.»

Weniger problematisch ist die Silvesternacht dem Sprecher zufolge für die Schützlinge in Tierheimen. Diese seien oft am Stadtrand oder in Industriegebieten gelegen. «Das ist natürlich in dem Moment ein Vorteil.» Denn dadurch sei die Lärmbelastung durch Raketen und Böller in den Tierheimen oftmals nicht so hoch.

An diesem Samstag beginnt in Deutschland der Verkauf von Raketen und Böllern. Dieses sogenannte Kleinfeuerwerk darf laut Gesetz nur an den letzten drei Werktagen des Jahres verkauft werden.

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