Erster Poller in der Trierer Fußgängerzone eingeweiht

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Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst und Feuerwehr können dank eines mitgeführten Chips jederzeit in die Fußgängerzone fahren.

TRIER. Am Freitag, 20. Dezember, ist in der Glockenstraße an der Ecke Rindertanzstraße ein versenkbarer Poller in Betrieb genommen worden. Er verhindert, dass Fahrzeuge außerhalb der erlaubten Lieferzeiten aus Richtung Rindertanzstraße in die Fußgängerzone fahren.

Verkehrsdezernent Andreas Ludwig erklärte im Rahmen eines Ortstermins, man wolle tagsüber störenden Verkehr aus dem Fußgängerbereich herausgehalten. Mit dem so genannten Pilot-Poller sollen erste Erfahrungen gesammelt werden, bevor weitere Anlagen an den Zufahrten der Fußgängerzone installiert werden. Die Verwaltung hat dafür bereits ein erstes Konzept erstellt. In die Planung der weiteren Standorte werden auch die Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Sie können im nächsten Jahr Anregungen und Kommentare über die Online-Beteiligungsplattform Trier-Mitgestalten abgeben. An den unterschiedlichen Standpunkten können verschiedene Varianten zum Einsatz kommen: Poller, die sich für die Ein- und Ausfahrt oder aber nur die Ausfahrt automatisch absenken, halbautomatische Anlagen mit Schlüssel oder dauerhafte Blockaden.

Der Poller in der Glockenstraße ist 80 Zentimeter hoch und besitzt im Kopf einen auffälligen Kranz aus roten LED-Lichtern. Eine Ampel am Straßenrand zeigt zusätzlich an, ob die Durchfahrt möglich ist. Während der Lieferzeiten bis 11 Uhr morgens und ab 19 Uhr abends bleibt der Poller dauerhaft im Boden. Wenn er ausgefahren ist und sich ein Fahrzeug aus Richtung Fußgängerzone nähert, fährt er automatisch ein, wenn er über eine Induktionsschleife ein Signal bekommt. So können Fahrzeuge die Fußgängerzone verlassen. Eine weitere Induktionsschleife rund um den Poller verhindert, dass er wieder hochfährt, während ein Fahrzeug über ihm steht. Für Autos aus Richtung Rindertanzstraße hingegen versperrt der Poller tagsüber den Weg in die Glockenstraße. Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst können den Poller jederzeit absenken und haben so freie Durchfahrt.

Zur Einweihung des Pilot-Pollers in der Glockenstraße waren auch die Stadträte Rainer Lehnart (SPD) und Thomas Albrecht (CDU) geladen, die sich in den vergangenen Jahren beharrlich für die Installation von Zufahrtssperren in der Fußgängerzone eingesetzt haben. Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Dezernent Andreas Ludwig überreichten beiden als Anerkennung ihrer Arbeit und Erinnerung an den Start des Projekts Schilder mit dem Schriftzug „Rainer-Thomas-Poller“.

Die geschätzten Kosten von 45.000 Euro für den Poller in der Glockenstraße konnten nicht eingehalten werden, erläuterte Dezernent Ludwig, die Schlussrechnung liege jedoch noch nicht vor. Für die neue Anlage musste nicht nur der Poller erworben und eingebaut werden. Zusätzlich wurden Strom- und Internetanschluss gelegt und die Anlage für die Entwässerung an die Kanalisation angeschlossen. Nach dem Einbau der Induktionsschleifen wurde außerdem der Bereich mit neuem Natursteinpflaster versehen.

Hinweis an die Redaktionen: Unter Downloads finden Sie die zur Veröffentlichung freigegebenen Fotos in hoher Auflösung. Bitte geben Sie als Bildnachweis „Presseamt Stadt Trier“ an.

19 KOMMENTARE

    • Der Herr Degenhart sieht überall mal wieder Fehler der Rehierung und bestimmt auch die bösen Ausländer.
      Dabei ist es, wenn man das verfolgt hat, viel Banaler: Gewinnsüchtige Unternehmen wie DHL, DPD, Ziemann und weigern sich seit Jahren bestehende Regeln einzuhalten.
      Und deswegen kam der Wunsch der Anlieger auf die Zone abzuiegeln.

  1. „Die geschätzten Kosten von 45.000 Euro für den Poller in der Glockenstraße konnten nicht eingehalten werden“
    😂😂😂 Hätte mich auch gewundert………

  2. Zur Einweihung des Pilot-Pollers in der Glockenstraße waren auch die Stadträte Rainer Lehnart (SPD) und Thomas Albrecht (CDU) geladen….
    Wo sind wir eigentlich hier, werden Poller schon eingeweiht? Ist das jetzt echt wahr???
    Mein lieber Herr Gesangverein, gab es auch Schnittchen und Sekt?

    • Die Schlussrechnung liegt noch nicht vor. Aus informierten Kreisen werden Zahlen von mehr als 70 Tausend Euro genannt. Dafür kann man eine Streife ein Jahr den ganzen Tag hin und her laufen lassen.
      Zudem noch die Selbstdarstellung, die seines Gleichen sucht.

      • Ein gutes Beispiel von „Was uns Autofahrer (die sich nicht an Regeln halten) kosten“.
        Da sage ich nur: Bedanken sie sich bei solchen Leuten, die jetzt z. B. auch gerne auf dem Domfreihof parken. Die sind der Grund, dass die Fußgängerzone abgepollert werden muss.

  3. Andere Städte zählen im Schnitt 20.000€ inkl. Montage. Da die Verwaltung sich aber klar gegen die Poller ausgesprochen hat, war ja klar das von der Seite noch Störfeuer kommt. Die 8 Jährige Projektphase belegt das ja auch.

  4. Den Leyendeckers Helm spielte noch mit voller Kapelle, je oller, mir wollen Poller? Ich habe Pollerallergie und jetzt? Das hat schon echt Dorfniveau, man feiert Poller. Ich finde das ja gut aber dieser Aufwand? Ich schäme mich für Trier.

  5. Wenn man die Zufahrtsstraßen zur Fußgängerzone berücksichtigt kommt man auf eine Summe von 675.000 €. Da schon beim ersten Poller die Kosten nicht eingehalten werden konnten, wird der Betrag weit höher liegen. Bei einer Stadt wie Trier, die Pleite ist muß man sich als Bürger fragen, wie Politiker so ein unwichtiges Projekt verantworten können. Sie sollten sich lieber informieren, wie es andere Kommunen in Deutschland schaffen schwarze Zahlen zu schreiben.

    • Einfach super, da können die ganzen Poser/Pisser die sich nicht an regeln halten wollen noch soviel über die Kosten aufregen! Klasse Herr Leibe, Herr Ludwig, Herr Schmitt etc.

  6. Ich komme auf insgesamt 11 Zufahrten, wobei man manche mit Festen Pollern verschließen kann.
    Warum die grade in Trier so teuer sind wo die meisten Gemeinden im Schnitt weniger als die Hälfte zahlen müssen.
    Warum müssen die Bürger fragen? Im Gegenteil: Der Wunsch bzw.der Vorschlsg hierzu kam von den Bürgern. Mehrfach. Und stand auch mehrfach zur öffentlich Abstimmung für alle Bürger. Wer hält sich nicht daran beteiligt muss halt damit leben. Das nennt man halt Demokratie.
    Sie sollten eher mal feiern das die Politik hier auf klare Bürgerwünsche eingeht.
    http://www.trier-mitgestalten.de

    • Trier–Mitgestalten ist für eine solche sensible Kiste, wie die sensationellen elektrischen Poller, nicht geeignet, weil das Medium nur Insider interessiert. Bürgerentscheid mobilisiert weitaus mehr Personen. Der Rest findet fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Trier–Mitgestalten ist zudem träge und mehr als unübersichtlich. Fast dahinter rangiert die Seite Trier.de, wo man noch nicht mal Kommentare hinterlassen kann. Bei einem Bürgerentscheid in Sachen Poller weiß doch jetzt schon jeder, dass das sowohl dem Rat als auch der Verwaltung um die Ohren fliegen würde.

  7. Da müssen unsere Jalla-Drogenhändler demnächst zu Fuß in die Innenstadt laufen! Nix mehr mit dem dicken AMG durch die Stadt fahren und dumme deutsche Teenies anbaggern und mit Drogen verseuchen!

  8. Sehr lustig, es gibt etliche Privatpersonen, die in die Fussgängerzone verbotswidrig einfahren und parken um dort ihre Einkäufe zu erledigen und dann wieder wegzufahren, manche sogar beim Dom 🙂 Wenn die Poller zum Teil bis 11 Uhr morgens eingefahren bleiben werden dieselben Leute eben morgens vor 11 Uhr einfahren, ist praktisch denn da ist in den Geschäften weniger los.
    Ein Schildbürgerstreich, was kommt als Nächstes? Eine umweltfreundliche Innenbeleuchtung des Doms, indem man das Licht in Säcken nach innen trägt? Sehe schon den Leibe den ersten Sack entleeren, zuzutrauen wärs ihm.

    Und a propos Leibe, wieso ist der nicht auf dem Foto mit drauf, sonst lässt er sich doch auch bei jedem Käse ablichten. Geht er jetzt selektiver vor, da er schon das sich anbahnende finanzielle und sonstige Pollerdesaster ahnt und schickt deshalb ein Bauernopfer vor?
    Das ist klar ein Fall für das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler.

    Verkehrsregeln werden dann beachtet, wenn die entsprechende Beschilderung in gutem Zustand ist und die Verwaltung die Einhaltung dieser Regeln durchsetzt, beides ist in Trier nicht der Fall. In Trier parkt jeder wie und wos ihm passt, neben und halb in Ein- und Ausfahrten, im Parkverbot usw. Mich würde mal eine Auswertung der Effizienz des Ordnungsamtes interessieren, z.B. Zahl der Strafzettel pro Mitarbeiter, wahrscheinlich wären die Werte viel schlechter als bei anderen Ordnungsämtern anderer Städte, analog zum Theater, das viel mehr Beamte resp. Drückerposten pro Schauspieler hat als jedes andere Theater in RLP.

    Wie es in der Verwaltung Triers zugeht:
    https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/Anklage-wegen-Veruntreuung-Trierer-soll-Geld-aus-Stadtkasse-verzockt-haben,ordnungsamt-mitarbeiter-veruntreut-geld-100.html

    Sowas reisst ein wenn man sowas wie den Jensen als OB hat.

    Mit der Kohle hätte man
    den eingestellten IC Trier Lux ca 10 Jahre subventionieren können
    Die Fahrbahnmarkierungen in einem grossen Teil Triers nachziehen können
    Die Schulden Triers tilgen können
    Die REnovierung des Exhaus, diverser Turnhallen usw. durchführen können
    usw.

    • @Die Fahrbahnmarkierungen in einem grossen Teil Triers nachziehen können

      Wie nachziehen, ich will mal überhaupt eine Fahrbahnmarkierung von Konz nach Trier,
      oder sollen wir die auch noch selbst pinseln?
      Nachher gibt es noch eine Anzeige wegen Graffiti. 😁

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