Wichtiger Standort der europäischen Batterie-Allianz: Weg frei für Batteriezellenwerk in der Pfalz

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Foto: Jörg Halisch

KAISERSLAUTERN.Der Weg für ein Batteriezellenwerk am Opel-Standort in Kaiserslautern ist frei. Die EU-Kommission genehmigte am Montag entsprechende Förderprogramme von Mitgliedstaaten, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Dazu zählt nach Angaben der rheinland-pfälzischen Landesregierung auch das Programm des Bundeswirtschaftsministeriums für eine Batteriezellenfertigung in Kaiserslautern. Die soll ein Joint Venture aus PSA, dem Opel-Mutterkonzern, und dem französischen Energieanbieter Saft aufbauen. Es hatte sich um Subventionen aus einem deutsch-französischen Regierungstopf beworben.
«Ich freue mich, dass die EU-Kommission den Weg für ein industrie- und strukturpolitisch sehr bedeutendes Ansiedlungsvorhaben in Rheinland-Pfalz freigemacht hat», sagte Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP). Die Ansiedlung einer Batteriezellfertigung schaffe «neue Chancen für eine zukunftsfähige Fahrzeugindustrie am Industriestandort Rheinland-Pfalz». Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Das Opel-Komponentenwerk in Kaiserslautern war als möglicher Standort für eine Batteriezellenfertigung schon länger im Gespräch. Dem Vernehmen nach könnte die ab 2023 aufgebaut und 2000 Arbeitsplätze bringen. Auch in Frankreich soll eine Fabrik entstehen. Das Ganze ist Teil einer europäischen Batterie-Allianz, die der jetzige Vizepräsident das Ressorts interinstitutionelle Beziehungen bei der EU, Maros Sefcovic, 2017 auf den Weg gebracht hatte.

Insgesamt genehmigte die EU-Kommission nach eigenen Angaben eine öffentliche Förderung in Höhe von 3,2 Milliarden Euro von sieben Mitgliedsstaaten – und zwar für Forschungs- und Innovationsvorhaben für eine Batterie-Wertschöpfungskette. Der Kommission zufolge hat Deutschland rund 1,25 Milliarden Euro angemeldet, Frankreich rund 960 Millionen.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagte nach einer Mitteilung: «Die Batteriefertigung in Europa ist für unsere Wirtschaft und Gesellschaft von strategischem Interesse.» Sie biete große Chancen für saubere Mobilität und Energie, die Schaffung von Arbeitsplätzen, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

7 KOMMENTARE

    • Selbst wenn – dann hätte einer auf jeden Fall was daran auszusetzen. Ein ziemlich unzufriedener und nerviger Mensch. Ich gebe Ihnen einen Tipp – er schreibt hier unter dem Namen „Peter“.

  1. Deutschland leistete 2018 an den EU-Haushalt Zahlungen über 25,3 Mrd Euro und Frankreich nur 20,6 Mrd. Deutschland zahlt deutlich mehr in die Brüsseler Kasse ein als von dort in Form von Agrarsubventionen oder anderen Hilfen in die Bundesrepublik zurückfließt: Deutschland ist der größte Nettozahler. Dies wird sich durch den Brexit weiter verschärfen.
    Opel gehört PSA (=Peugeot). Bei diesem Projekt der Batterieherstellung wird das gleiche herauskommen wie beim Transrapid-Projekt in China: Inzwischen baut China 1000 km Transrapid-Strecke ALLEINE, ohne jegliche Beteiligung von Deutschland.
    Politiker, die nur in einer Hinsicht beseelt sind, nämlich „sich Pöstchen besorgen und dann möglichst lange und möglichst viele Steuergelder abgreifen“, versammeln auch nur derlei Geistes Kinder um sich. PSA (und vermutlich auch Tesla) machen einfach ’ne solide Politik, und die heißt möglichst lange und möglichst viele Steuergelder abgreifen.
    Hallo Peter, bitte kommentieren Sie für uns noch kurz das abstoßende Foto. 🙂 Danke.

  2. Es soll eine Fabrik gebaut werden? Das geht ja mal gerade gar nicht! In Fabriken arbeiten Menschen und Arbeit ist unzumutbarer Stress. Außerdem müssen die Leute da ja irgendwie hinkommen: so lange keine Anbindung an ein inter-kontinentales Radwegenetz gewährleistet ist: besser die Finger davon lassen! Und dann die Altlasten und überhaupt: wohnt da nicht ganz bestimmt die vom Aussterben bedrohte „lilagepunktete Sumpfschreiamöbe“? Das würde uns retten!

  3. Saarbrücken rüstet im IT Bereich auf, Kaiserslautern bekommt ein Batteriezellenwerk und Trier schläft den Schlaf des Gerechten, wie damals mit den Ford- Werken welche dann nach Saarlouis gingen. Wir bekommen kaum einen Globus auf die Reihe. Lieber Peter, nicht Marie Luise ist das Problem sondern GRÜN ist das Problem.

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