Was man in Barcelona an einem Tag sehen kann

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Symbolbild // pixabay

Was kann man in Barcelona an einem Tag sehen? Hier bekommen Sie alle Tipps, um die besten Orte in Barcelona nicht zu verpassen.

Eine der schönsten Städte Spaniens und der Welt wird jedes Jahr von Millionen Touristen besucht. Die Rede ist natürlich von Barcelona, Zentrum des Lebens, der Schönheit und des guten Essens von Katalonien. Auch wenn Barcelona es verdient, in aller Ruhe besichtigt und ins Herz geschlossen zu werden, schafft man es dennoch mit einem eintägigen Besuch in der Stadt, ein wenig von ihrer magischen Essenz zu erfassen, ohne auf einige der schönsten und berühmtesten Orte verzichten zu müssen, die ihre zauberhaften Straßen verbergen.

In Barcelona gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten. Deshalb versuchen wir, eine Route zu erstellen, mit der Sie das Wesen der Stadt in weniger als 24 Stunden erfassen, wenn Ihre Kreuzfahrt in Barcelona anlegt. Los geht’s!


Plaça Catalunya
Wenn man am frühen Morgen in Barcelona ankommt, sollte man sich unbedingt zuerst zur Plaça Catalunya, dem pulsierenden Herzen der Stadt begeben. Am stets lebendigen Katalonienplatz nehmen einige der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt wie Passeig de Gràcia, Rambla, Avinguda del Portal de l’Angel, Carrer de Pelai oder Ronda de la Universitat und Ronda de Sant Pere ihren Ausgang.

Die Plaça Catalunya ist der ideale Ausgangspunkt, um eine Tour durch die Stadt zu unternehmen und die unzähligen Einkaufszentren, Geschäfte und Hotels zu bewundern, die an diesem fast schon magischen Ort zu finden sind. Mit seinen 30.000 Quadratmetern weiß man gar nicht, wohin man zuerst blicken soll: Die Paläste, die Lebendigkeit und die Schönheit dieses Ortes machen ihn zum perfekten Ausgangspunkt für einen Besuch in Barcelona, unabhängig ob man einen oder mehrere Tage zur Verfügung hat.

Spaziergang am Passeig de Gràcia
Der Passeig de Gràcia, oder Paseo de Gràcia, ist die raffinierteste und eleganteste Straße in Barcelona. Gesäumt von Luxusgeschäften, stellt sie die Moderne von Gaudí, Montaner und Puig i Cadafalch zur Schau. Kein Tourist der Welt, der die Stadt besucht, kommt nicht mindestens einmal hier, an einer der schönsten Straßen der katalanischen Hauptstadt vorbei. Unter den zahlreichen Palästen von unschätzbarem architektonischem Wert kann man einige der besten Restaurants, Luxushotel und Edelboutiquen bewundern.

Aber das war nicht immer so. Der Passeig de Gràcia hat bescheidene Ursprünge: Um 1400 war dies ein sehr armes ländliches Gebiet mit Äckern und Gärten. Er hieß früher Camino de Jesús (Weg Jesu), weil sich dort, wo heute die majestätische Casa Batlló von Gaudì steht, das Franziskanerkloster von Santa Maria de Jesús befand. Nach der Zerstörung des Gotteshauses im Spanischen Unabhängigkeitskrieg wurde das Gebiet 1827 neu erschlossen und in einen der bevorzugten Orte des Adels der Stadt umgewandelt.

Zu Beginn der 90er Jahre machten die Architekten der Moderne Antoni Gaudí, Puig i Cadafalch und Domènech i Montaner den Passeig de Gràcia zu einer der schönsten Straßen der Welt. Es wurden architektonische Juwelen wie Casa Milà, Casa Batlló, Casa Lleò Morera und Casa Amatller gebaut. Die im Durchschnitt 6-7-stöckigen Paläste erstrecken sich nach oben, so weit das Auge reicht und betören die Touristen mit ihrer zauberhaften Schönheit.

Sagrada Familia
Kein Besuch in Barcelona kommt an der Sagrada Familia, der außergewöhnlichen unvollendeten Basilika von Gaudí vorbei. Er ist nicht zufällig die touristische Hauptattraktion der Stadt. Einer der wichtigsten Referenzpunkte des spanischen Tourismus, ganz oben in der Liste der meistbesuchten Orte des Landes. Über 3 Millionen Menschen besuchen jedes Jahr dieses wundervolle Monument und tauchen in die verborgenen Geheimnisse in dieser riesigen Basilika ein.

Der Bau der Sagrada Familia wurde 1882 begonnen, ist aber nach über 130 Jahren noch immer nicht fertiggestellt. Schwer zu sagen, wann die Arbeiten wirklich zu Ende sein werden: Was zählt, ist, dass die Kirche besichtigt werden kann und am 7. November 2010 von Papst Benedikt XVI. geweiht wurde. Dabei erhob er sie zugleich zu einer Basilica minor.

Antoni Gaudí, der berühmte Architekt, leitete die Arbeiten an der Sagrada Familia bereits von Anfang an. Nach sorgfältiger Prüfung der Pläne beschloss er, die Architektur vollständig zu revolutionieren, indem er sich für ein Konzept entschied, das definitiv keinem zuvor gesehenen Kanon entsprach. Der noch junge Gaudì war optimistisch und davon überzeugt, dass er die Bauarbeiten in weniger als 10 Jahren zu Ende bringen würde. Leider wurde bald klar, dass eine Kirche mit Platz für 13.000 Gläubige und mit 18 Türmen (der größte sollte 170 Meter Höhe erreichen) keine Arbeit von wenigen Jahren war.

Heute ist die Sagrada Familia noch immer eine riesige Baustelle. Einige Teile sind komplett, viele andere noch in der Bauphase. Laut Schätzung von Experten könnte es noch weitere 30 Jahre dauern, bis alles fertig ist.

Lassen Sie sich von der Schönheit der Fachada de la Natividad erobern, deren vier (bereits fertige) Türme über ein System von Aufzügen und Treppen sichtbar sind. Bewundern Sie dann die Schönheit des kleinen Claustre del Roser, einem Kreuzgang im gotischen Stil, der außen an der Kirche hinzugefügt wurde und mit aufwändigen Verzierungen zum Thema „Versuchungen der Menschen“ geschmückt wurde. Weiter geht es in Richtung Südwesten mit der Fachada de la Pasiòn, die die letzten Lebenstage von Jesus Christus darstellt. Die Hauptfassade ist jedoch die Fachada de la Gloria. Sie wurde allerdings noch nicht fertiggestellt. Die Arbeiten haben 2002 begonnen. Hier sind Ende und Neubeginn des Lebens von Jesus dargestellt.

Park Güell
Von Architekt Antoni Gaudí entworfen, ist der Park Güell eines der bunten architektonischen Wunderwerke, die auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in Barcelona nicht fehlen dürfen. Die Geschichte des Grundstücks, auf dem sich der Park befindet, ist besonders. Zunächst war hier ein Wohnviertel für die obere Mittelschicht – eine Art Miniaturstadt – mit englischen Gärten und dem besten Komfort nach den Standards zu Beginn des 20.Jahrhunderts geplant. So kaufte 1899 Graf Eusebi Güell das Grundstück auf dem Montana Pelada im Bezirk von Gràcia, mit dem Ziel, eine Gartenstadt zu errichten und Gaudí mit dem Projekt zu betrauen. Leider stellt sich nicht der erhoffte geschäftliche Erfolg ein. Die Arbeiten wurden 1914 gestoppt und 1922 wieder aufgenommen, als die Stadt Barcelona das Grundstück und die Gebäude kaufte. Sechzig Jahre später wurde das Gebiet für die öffentliche Nutzung bestimmt und zum Park umgewidmet, um später in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen zu werden.

Mittagessen in Gràcia
Nachdem Sie einige der schönsten Orte in Barcelona gesehen haben, ist der Moment gekommen, sich in Gràcia ein Mittagessen zu gönnen, das diesen Namen verdient. Begeben Sie sich vom Park Güell ins Künstlerviertel Gràcia. Ursprünglich eine unabhängige, von Barcelona getrennte Stadt, hat sich das Viertel eine ausgeprägte Eigenständigkeit bewahrt. Die Straße ist buchstäblich von Lokalen und Tapas Bars gesäumt, wo man ein Mittagessen im katalanischen Stil zu erschwinglichen Preisen genießen kann.

Camp Nou
Am Nachmittag geht es – nur ein paar Busstationen entfernt – weiter zum Camp Nou, dem Fußballstadion in Barcelona. Egal, ob Sie Fußballfan sind oder nicht: Dieser Ort wird Sie mit seiner Schönheit sprachlos machen. Kaufen Sie ein Ticket für eine Besichtigungstour, einschließlich eines Museumsbesuchs. Wenn Sie die Schlange an der Kasse umgehen möchten, empfehlen wir Ihnen, Ihr Ticket online zu kaufen, damit Sie direkt zu Ihrer Tour kommen und Wartezeiten vermeiden können.

Las Ramblas
Trubel, Horden begeisterter Touristen und natürlich der Ruhm, der ihnen vorauseilt: Die Rede ist von Las Ramblas, einer Allee, wie es sie nur einmal auf der Welt gibt. Es gibt keine besonderen Sehenswürdigkeiten, aber das kontinuierliche Kommen und Gehen hat diesen Ort in kurzer Zeit zu einem der Symbole der katalanischen Hauptstadt gemacht. Die verkehrsberuhigte Zone trägt dazu bei, dass diese Straße von zahlreichen Touristen bevölkert wird. Neben dem großen Gehsteig in der Mitte verlaufen zwei Einbahnstraßen, auf denen hauptsächlich Taxis fahren. Ideal wäre ein Besuch an den Tagen, wo Barça spielt, um den echten katalanischen Esprit mitzuerleben. Die Las Ramblas führen mitten durch die Altstadt, ausgehend von der Plaça de Catalunya bis Port Vell.

Paella und Flamenco
Der Tag neigt sich dem Ende zu, aber keine Angst: Barcelona bietet noch tausend weitere Dinge für Touristen, die die Geheimnisse der Stadt entdecken möchten. Zeit für eine Flamenco-Aufführung mit Paella zum Abendessen. Die Stadt ist von Tablaos gesäumt, d.h. von Restaurants mit einer Bühne für den Flamenco. Sie haben die Wahl zwischen preiswerteren Angeboten oder raffinierteren Menüs mit Paella. Wenn Sie sicher einen Platz bekommen möchten, ist es empfohlen, im Vorhinein reservieren. Tätigen Sie Ihre Buchungen also online, bevor Sie in die Stadt kommen – dann ist alles bereit. Eine traditionelle Aufführung bekommen Sie im Palacio del Flamenco, einem der angesehensten und beliebtesten Ziele von Barcelona im Hinblick auf den Tanz, zu sehen. 2006 renoviert, ist der Bau die perfekte Verschmelzung aus traditionellen Elementen und Technologie. Mit 380 Plätzen ist er einer der größten und imposantesten Paläste, wo man eine Flamencoaufführung in der Stadt sehen kann. Üblicherweise ist das Abendprogramm in drei Aufführungen unterteilt, damit alle die Show genießen können.

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