Saarländischer Wald leidet unter Dürre und Käfern

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Ein Borkenkäfer krabbelt über die Unterseite einer Fichtenrinde.Foto:Roland Weihrauch/Archivbild

SAARLAND. Der Zustand des saarländischen Waldes hat sich in diesem Jahr verschlechtert. Und auch für die Zukunft ist keine Besserung in Sicht, wie aus dem am Donnerstag vorgestellten Waldzustandsbericht hervorgeht. Vor allem Sommerdürre und Borkenkäferbefall hätten den Bäumen schwer zugesetzt, sagte Umweltminister Reinhold Jost (SPD). «Dramatisch, aber keine Überraschung» sei die Entwicklung des Fichtenbestands.

Der Anteil der gesunden Bäume hat sich dem Bericht zufolge mehr als halbiert, 45 Prozent wiesen deutliche Schäden auf. Sorgen bereite inzwischen auch der Zustand vieler Eichen und Buchen. Bei der Buche zeige die aktuelle Erhebung zwar vergleichbare Ergebnisse wie im Vorjahr. Das liege aber daran, dass im Erhebungszeitraum Juni/Juli die beobachteten starken Schäden an Altbuchen noch nicht landesweit auftraten, sondern nur in einzelnen Regionen. Für die nächste Erhebung 2020 rechnen die Experten mit einer deutlichen Zunahme der Schäden.

«Der aktuelle Waldzustandsbericht gibt Anlass zur Sorge», bilanzierte Jost. Dennoch könne man auch feststellen, dass die Situation im saarländischen Wald nicht so katastrophal sei wie in den meisten anderen Bundesländern. Dank jahrzehntelanger naturnaher Bewirtschaftung habe man im Saarland eine bessere Ausgangslage. Mit einem Laubbaumanteil von 75 Prozent sei das Land Vorreiter beim Umbau hin zum klimastabileren Wald. «Das heißt aber nicht, dass wir uns ausruhen können», sagte der Minister. Alle Anzeichen deuteten auf eine weitere Verschlechterung der Situation in den kommenden Jahren auch im Saarland hin. «Darauf müssen wir vorbereitet sein», sagte Jost.

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