Trier: Neue Pfandringe kommen – Stadtreinigung skeptisch

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TRIER. In seiner vergangenen Sitzung beschloss der Stadtrat die Einführung von Pfandringen, in die Flaschen und Dosen für Sammler gestellt werden können. Der Chef der Stadtreinigung zeigte sich indes skeptisch, dieses System einzuführen.

Einstimmig bei drei Enthaltungen beschloss der Stadtrat die Einführung von Pfandringen in der Stadt an stark frequentierten Orten wie etwa Hauptmarkt und Palastgarten. Damit soll Pfandsammlern das unwürdige und auch gefährliche Wühlen im Müll erspart werden. Zudem – so heißt es in dem gemeinsamen Antrag von Grünen, CDU, SPD, Linke, FDP und UBT – könne durch die Pfandringe verhindert werden, dass Flaschen dem Wertstoffkreislauf entzogen würden. Somit werde ein weiterer Beitrag zur Mülltrennung geleistet. Bernd Steil, Chef der Stadtreinigung, zeigte sich nach einer Testphase mit den Pfandringen skeptisch: Von sechs Stück seien vier entwendet worden. Zudem würden sie zweckentfremdet und dienten häufig als Mülleimer. Andere Städte – so Steil – hätten sie deswegen auch wieder abgeschafft.

Bereits 2016 hatte der Stadtrat die Einführung von Pfandringen beschlossen – mit anschließender Testphase. Der nun beschlossene Antrag geht ursprünglich auf eine Initiative des Jugendparlaments (Jupa) zurück, das forderte, die Ringe einzuführen. Bjarne Löhr vom Jupa bekräftigte in der Ratssitzung die Notwendigkeit, sie nun anzubringen. Die Initiative des Jupas solle jedoch nicht als Billigung der Lage verstanden werden, dass viele Menschen auf das Sammeln von Pfandflaschen angewiesen seien, sagte Löhr.

In Richtung der Verwaltung sagte Löhr, es handele sich durchaus um ein jugendrelevantes Thema. Diese hatte den Antrag des Jupas in der Ratssitzung nicht zugelassen, da es sich nach ihrere Ansicht nicht um ein jugendrelevantes Thema handele. Eingebracht wurde der Antrag dann schließlich von mehreren Stadtratsfraktionen.

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