Ländervergleich zur Energiewende: So schneiden RLP und Saarland ab!

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Symbolbild "Strommast" - pixabay

BERLIN. Beim Ausbau erneuerbarer Energien hat das Saarland nach Ergebnissen eines am Mittwoch veröffentlichten Ländervergleichs zuletzt zwar etwas aufgeholt, bleibt aber Schlusslicht der 16 Bundesländer.

In der Zusammenfassung aller Indikatoren stuft die Studie das Saarland auf dem letzten Platz ein. Der Ländervergleich wird seit 2008 vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erstellt, im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).

Mit einer Zunahme um 9,22 Prozentpunkte beim Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von 2014 bis 2017 liegt das Saarland auf Platz drei. Allerdings steht das Land mit 19,2 Prozent erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung 2017 bundesweit nur auf Platz elf.

Bei den Anstrengungen zur Nutzung erneuerbarer Energien liegt das Saarland nur auf dem vorletzten Platz – ebenso wie bei der gesellschaftlichen Akzeptanz für den Ausbau erneuerbarer Energien. Ganz hinten liegt das Saarland bei den energiebedingten CO2-Emissionen bezogen auf den Primärenergieverbrauch. Die Autoren führen dies auf den hohen Anteil der Kohleverstromung zurück.

Schlusslicht ist das Saarland auch bei der Beurteilung des politischen Stellenwerts der erneuerbaren Energien in Programmen und Gesetzgebung der jeweiligen Landesregierung. In dieser Auswertung der energiepolitischen Programmatik rangiert das Land mit deutlichem Abstand zum Vorletzten Niedersachsen.

Verbesserungsmöglichkeiten sieht die Studie in allen Bereichen. «So könnte eine konsistente Energiewende-Programmatik sowie ambitionierte mittel- und langfristige Ziele der Energiewende neuen Schwung geben.»

RHEINLAND-PFALZ

Rheinland-Pfalz gehört in Deutschland weder zu den Vorreitern noch zu den Nachzüglern der Energiewende. In der Zusammenfassung aller Indikatoren stuft ein am Mittwoch veröffentlichter Ländervergleich Rheinland-Pfalz auf Platz neun aller 16 Bundesländer ein. Der Ländervergleich wird seit 2008 vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erstellt, im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).

Der Windenergie-Ausbau sei zwischen 2015 und 2018 nur relativ langsam vorangekommen, bemängelt die Studie. Auch bei der Photovoltaik sei «noch deutlich Luft nach oben». Unverändert Letzter ist das Land bei der Stromerzeugung aus Biomasse. Im Gesamtergebnis wirkten sich auch Abstriche bei Forschungsausgaben und Bildungsprojekten negativ aus.

Mit einem Anteil von 47,8 Prozent erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung (2017) steht Rheinland-Pfalz aber bundesweit auf Platz fünf, noch vor dem Küstenland Niedersachsen. Spitzenreiter einer am Mittwoch veröffentlichten Studie sind bei diesem Indikator die Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern (71,9 Prozent) und Schleswig-Holstein (69,3 Prozent).

Bei den Anstrengungen zur Nutzung erneuerbarer Energien verbesserte sich Rheinland-Pfalz vom achten auf den zweiten Platz. Allerdings ist die gesellschaftliche Akzeptanz für den Ausbau erneuerbarer Energien in Rheinland-Pfalz nur durchschnittlich – hier sieht die Studie das Land auf Platz 10 der 16 Bundesländer. Spitzenreiter ist Rheinland-Pfalz bei der Bewertung von Energieagenturen der Länder, zusammen mit Nordrhein-Westfalen.

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