Saarländische Polizei bekommt flächendeckend Elektroschocker

0
Foto: dpa-Archiv

SAARBRÜCKEN. Saarlands Polizei soll flächendeckend mit Elektroschockwaffen, sogenannten Tasern, ausgestattet werden. Das kündigte Innenminister Klaus Bouillon (CDU) am Dienstag in Saarbrücken an.

Eine sechsmonatige Erprobungsphase mit insgesamt zwölf Geräten habe überaus positive Ergebnisse gebracht. «Die präventive Wirkung ist enorm», so Bouillon. Er sei froh, dass allein das bloße Androhen in vielen Einzelfällen zur Lagebewältigung beigetragen habe. Die Taser sollen Angriffe auf Beamte verhindern und etwa bei Festnahmen von aggressiven und unter Drogen stehenden Tätern helfen.

«Es hat sich herumgesprochen, dass man kurzzeitig handlungsunfähig und bewegungsunfähig ist – das schreckt ab», sagte der Minister. In der Testphase hätten Polizisten zehnmal mit dem Einsatz jener Distanzelektroimpulsgeräte gedroht, nur viermal mussten sie tatsächlich eingesetzt werden. Im nächsten Jahr sollen alle Wach- und Streifendienste mit insgesamt 100 Tasern ausgestattet werden. Dafür investiert das Land rund 770 000 Euro, fast 1000 Polizisten seien bereits geschult worden.

Absolut bewährt habe sich laut Bouillon auch die Einführung von vier E-Bikes in Saarbrücken. «Ich höre immer wieder, dass das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung dadurch gestärkt wird», sagte der Innenminister. Deshalb seien 22 weitere E-Bikes bestellt worden, um künftig elf weitere Inspektionen damit auszustatten.

Laut Bouillon habe man in den vergangenen fünf Jahren trotz Haushaltsnotlage rund 200 Millionen Euro zusätzlich in die Polizei investiert, unter anderem in Personal und Schutzausstattung. Seit 2015 habe die Landesregierung «alles getan, um die Polizei trotz der Probleme so durchsetzungsstark und mobil zu modernisieren, wie es geht.»

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.