Rheinland-Pfalz startet Informatik-Unterricht an 21 Schulen

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Informatik wird ab dem nächsten Schuljahr an zunächst 21 Schulen in Rheinland-Pfalz ein reguläres Unterrichtsfach ab der fünften Klasse. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) stellte am Dienstag zehn Gymnasien, neun Realschulen plus und zwei Integrierte Gesamtschulen vor, die als «Informatik-Profil-Schulen» (IPS) ausgewählt wurden.

«Das ist eine bundesweit einzigartige Konzeption, weil sie schulartenübergreifend ist», sagte die Ministerin im Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss in Mainz. Der Lehrplan für das neue Fach wird zurzeit erstellt.

Eine Einführung an allen weiterführenden Schulen des Landes sei noch nicht möglich, da die nötigen Lehrkräfte dafür nicht verfügbar seien, erklärte Hubig. Jetzt machten sich 21 Schulen auf den Weg, die sich dafür beworben hätten, gemeinsam mit der gesamten Schulgemeinschaft. Der Start der IPS zum Schuljahr 2020/21 sei Teil der Digitalstrategie von Rheinland-Pfalz. Dabei gehe es um drei Säulen: Informatik-Unterricht ab der 5. Klasse, die alle Fächer umfassende Bildung in der digitalen Welt sowie Fortbildung und Vernetzung. Ab dem Schuljahr 2021/22 können sich Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse einer IPS auch für Informatik als Wahlpflichtfach entscheiden.

«Sie sind Leuchtturm-Schulen», rief Hubig den Schulleiterinnen und -leitern zu. Als Leuchttürme sollten sie aber nicht alleine in der Landschaft stehen, sondern als Zentrum für andere Schulen wirken und Erfahrungen weitergeben. «Wir möchten, dass wir mit dieser Konzeption bundesweit sichtbar werden», sagte die Ministerin.

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