Power-Bauer! Experte zu Managern in Stiefeln

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KAISERSLAUTEERN. Angesichts des Einsatzes von digitaler Technik und künstlicher Intelligenz sind Landwirte nach Einschätzung eines Experten heutzutage «Manager in Stiefeln». Neben der eigentlichen Feld- oder Stallarbeit falle viel Management-Tätigkeit an, sagte Wolfgang Maaß, wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Dazu zählt zunehmend auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz.»

Diese sei für Prognosen etwa zum Wetter schon jetzt immens wichtig, der Trend gehe zu immer komplexeren Datenplattformen. Die USA seien schon deutlich weiter. «Europa und Deutschland hinken hinterher, wir haben hier einen hochreglementierter und hochfragmentierten, schwierigen Markt.» Die EU verlange von Bauern enormen dokumentarischen Aufwand. Smart-Farming-Technik könne helfen, dies zu bewältigen.

Zunehmend gehe es dahin, Flächen individualisiert zu bewirtschaften, zu bewässern, gezielt Dünger und Pestizide einzusetzen – «hin bis zur einzelnen Pflanze». Das, was sich in der Landwirtschaft nun tue, sei nichts anderes, als die individuelle Fertigung, die schon länger aus der Industrie 4.0 bekannt sei. «Die Landwirtschaft wird massiv in Umbruch geraten», sagte Maaß. «Die kleinteilige, westeuropäische Landwirtschaft werde damit kaum zurechtkommen.» Viele Smart-Farming-Systeme gingen derzeit von einem permanenten Online-Modus aus. «Die Hauptdienste müssen aber auch offline funktionieren», sagte Maaß. «Da sehe ich noch Verbesserungsbedarf.»

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