2019 zuhause ungeschlagen! – 1:0-Sieg gegen Ludwigshafen

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Eintracht-Trier ist mit dem heutigen 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen Arminia Ludwigshafen historisches gelungen, blieb die Mannschaft von Josef Cinar doch das gesamte Jahr 2019 im heimischen Moselstadion ungeschlagen. Das Tor des Tages erzielte Tim Garnier Mitte der zweiten Halbzeit, die Wiedergutmachung für das Pokal-Aus beim FV 07 Engers ist somit gelungen.

Die Körpersprache, sie war eine ganz andere als noch am vergangenen Freitag – der Eintracht war anzumerken, dass sie nach dem Ausscheiden im Rheinland-Pokal etwas gutzumachen hatte und obendrein auch etwas gutmachen wollte: Die Gäste aus Ludwigshafen, die defensiv stellenweise mit Fünferkette agierten, wurden früh attackiert und in den ersten fünfzehn Minuten bis auf wenige Ausnahmen am eigenen Strafraum gebunden. Das generelle Grundproblem bestand jedoch auch in der ersten Hälfte fort: aus dem Ballbesitz erwuchs nicht genügend Torgefahr. Dass obendrein die Arminia stets über Konter und schnelles Umschalten ihre Offensivambitionen untermauerte, führte dazu, dass sich die Partie nach etwa einer halben Stunde fast vollständig im Mittelfeld abspielte. Es war dem Kapitän vorbehalten, die Begegnung aus der sich anbahnenden Langeweile zu holen: Nach einem Salem-Freistoß kam Simon Maurer aus fünfundzwanzig Metern an den Ball, sein Abschluss zischte aber knapp am Gehäuse von Alexander Jäger vorbei (37.). Es sollte – bis auf einen Arminen-Fernschuss von Marc Ehmann, der ebenfalls verzog (45.) – die einzige nennenswerte Aktion einer ersten Halbzeit sein, die die Eintracht stark begann, ehe die Gäste durch die dichtgestaffelte Abwehr dem Offensivdruck des SVE vorerst ein Ende setzen konnte.

Es sollte lange dauern, ehe sich an dieser Gemengelage etwas tat: Die Eintracht zwar weiterhin bemüht, aber nach wie vor ohne Durchschlagskraft. Cinar reagierte, brachte Kinscher für Kaluanga und nur sechzig Sekunden später gab es endlich zu Jubeln: Tim Garnier kam frei am Elfmeterpunkt zum Ball und hatte keine Mühe, zum 1:0 zu vollenden (65.) – der Flaschenöffner für die restliche Spieldauer, die nun doch noch Torchancen bereithielt: Salem hatte unmittelbar nach dem Führungstreffer eine Gelegenheit, die knapp am Arminen-Tor vorbeiging (67.) und fand nur kurz danach per Freistoß seinen Meister in Jäger (69.), Sinanovic scheiterte mit einer Hereingabe nur knapp an Evrad (72.) und Kinscher verzog im Anschluss an einen Konter von der Strafraumkante (79.) und sowohl Kahyaoglu als auch Brandscheid scheiterten freistehend in der Nachspielzeit, die nochmal einiges an Spannung bereithielt: Die Eintracht musste noch vier (!) Eckbälle in den letzten zwei Minuten überstehen, ehe das Moselstadion offiziell für das Jahr 2019 das Wort „Festung“ erhalten durfte.

Statistik:
Eintracht-Trier: Wieszolek – Brodersen, Kling, Maurer, Heinz – Thayaparan, Kaluanga (ab 64. Kinscher), Kahyaoglu, Salem, Sinanovic (ab 84. Balde) – Garnier (ab 78. Brandscheid).
Arminia Ludwigshafen: Jäger – Herchenhan, Evrad (ab 77. Haxhija), Hezel – Höhn, Braun, Ehrmann, Prokop (ab 69. Gulde), Adragna – Mohamed (ab 46. Jung), Pantano.
Tore: 1:0 Garnier (65.)
Schiedsrichter: Niclas Zemke
Zuschauer: 887

1 KOMMENTAR

  1. Nur noch 887 Zuschauer sahen sich das an. Eine Vergewaltigung des Balles, ein Missbrauch am Ball. Mit Glück, durch einen schlimmen Abwehrfehlers eines LU-Spielers im 16m Raum, steht Garnier plötzlich frei vor dem Tor und das war keine Kunst den in Tor zu schiessen. Die Plattitüden des Trainers seit Wochen fast 1:1 die gleichen. Es muss sich was ändern, das Ganze ist nur noch Grauenhaft.

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