Die Vaterrolle in unserer heutigen Gesellschaft

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Foto: dpa-Archiv

Man sagt immer wieder, dass Kinder das Beste sind, was einem im Leben passieren kann. Und wahrscheinlich werden fast alle Eltern, egal wie jung oder alt sie sind, jetzt zustimmen. Zwar gibt es besonders im Leben mit Babys mehr als nur einige Momente, in denen es alles andere als entspannt zugehen kann, allerdings sind diese auf lange Sicht kaum der Rede wert. Und dann wäre da noch die Rolle des Vaters. Denn bis vor wenigen Jahren war es noch so, dass Kindererziehung fast ausschließlich in den Händen der Mutter lag, da der Vater jeden Tag zur Arbeit fuhr, um Geld zu verdienen. Das Rollenbild des Vaters hat sich vom Patriarchen bis hin zum modernen Vater der Gegenwart stark gewandelt. Wenn man es genau betrachtet, dann hin zum Positiven.

Väter sollten mehr Zeit daheim verbringen dürfen
In Deutschland ist es noch immer so, dass der Vater nur wenig Zeit bekommt, um nach der Geburt mit Mutter und Kind zuhause zu sein. Natürlich hat sich das in den vergangenen Jahren ein wenig gebessert und die Konditionen für Väter sind nun freundlicher, besonders was die finanzielle Sicherheit betrifft. So gibt es keine sozialen Stigmata mehr darüber, ob Väter lange aus dem Berufsleben aussteigen können, ohne sich die Chancen auf die Karriere zu verbauen. Im Gegenteil, immer mehr Unternehmen unterstützen es nun aktiv, dass Väter eine bessere Work-Life-Balance aufbauen können, denn gesunde und glückliche Väter sind oft produktiver als jene, die gestresst sind und kaum Zeit mit der Familie verbringen können. Wer dann noch, trotz Baby und der Aufmerksamkeit, die ein Baby erfordert, Freizeitaktivitäten nicht aus dem Auge verliert, ist ausgeglichen und kann auch mal seinen eigenen Interessen nachgehen. Dies können gemeinsame Ausflüge mit dem neuen Nachwuchs sein, wie auch ab und zu dem WettFieber zu frönen.

Eine Geburt sollte kein Hinderniss für ein Familienleben mit dem Vater sein
Mehr noch als eine gesunde Balance ist es wichtig, dass Väter auch emotional abgesichert sind. Denn ganz gleich ob man erstmals Papa wird oder schon viel Erfahrung im Umgang mit dem eigenen Nachwuchs hat: ein Baby ist immer eine wunderschöne, lebenseinschneidende Erfahrung – für die Mutter wie auch für den Vater!
Väter sollten also zuhause bleiben dürfen, gleichzeitig aber nicht in die soziale Falle geraten, sich ihrer einstmaligen Rolle in der Gesellschaft nicht mehr bewusst zu sein. Im Endeffekt gibt es genau zwei Rollen, die nicht vom Vater unternommen werden können: Die Geburt und die Stillzeiten. Alles andere kann fair 50:50 aufgeteilt werden. Und so sollte es auch sein. Denn Väter schon früh in die Kindeserziehung einzubeziehen ist unglaublich wichtig für das Wohlbefinden aller; auch die Beziehung zum Partner oder Partnerin kann darunter leiden, wenn die Arbeit zu einseitig verteilt ist.

Der moderne Vater ist also auf einer Mission, die Gestaltung des Familienlebens so liberal wie möglich zu machen. Geteilte Aufmerksamkeit, geteilte Verpflichtung und auch der Drang, alles gemeinsam zu erleben, sind Gründe genug, für eine bessere Aufteilung der Elternzeit zu plädieren.

Die emotionale Entwicklung eines Kindes ist mit der Rolle des Vaters eng verknüpft
Väter wollen immer mehr am Familienleben aktiv teilnehmen und in wichtigen Entscheidungsprozessen involviert sein was die Erziehung sowie die Betreuung betreffen. Die Erziehungswissenschaft hat sich weitestgehend mit der Rolle des Vaters beschäftigt und in vielen Studien die Bedeutung der emotionalen Entwicklung eines Kindes bestätigt. Heutzutage sieht man immer mehr Väter, die mit ihrem Nachwuchs zum Einkaufen gehen, im Park spazieren und spielen oder sie zum Kindergarten bringen. Vor Jahren noch ein ungewohntes Bild, heute gehört es fast schon zum alltäglichen Leben. Väter wollen sich für ihre Kinder engagieren und an der Erziehung und der weiteren Entwicklung ihrer Kinder gleichberechtig mitwirken.

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