Wie Standseilbahnen das Stadtbild verändern

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Symbolbild


Immer mehr Menschen, immer mehr Autos. Es hätte doch klar sein müssen, dass dies irgendwann zu einer kompletten Überfüllung der Städte und Straßen führen würde. Man kann zwar niemanden dazu zwingen, auf das Auto zu verzichten, aber da sich die Wege zunehmend verstopfen, müssen Alternativen her. Nur Bus und Bahn hilft hier nicht, denn diese Methoden sind eher für eine außerstädtische Entlastung gut. In vielen Städten auf der Welt werden daher immer neue Gedankenspiele aufgezogen, Seilbahnen zu installieren. So wie etwa in Wuppertal, aber auch im portugiesischen Porto. Besonders jene Städte, die bergig sind, haben hier einen immensen Vorteil. Aber reicht das schon aus, um es mit dem Stadtbild in Einklang zu bringen?

Schnell zu realisieren


Was dabei ein echtes Pro-Argument ist: Seilschwebebahnen sind überraschend kosteneffektiv und leicht in der Installation. Sie erinnern ein wenig an Skilifte, die ebenfalls nur wenige Blöcke brauchen, um stabil zu sein. Man kann sie also in vielen Fällen direkt in innerstädtische Bereiche bauen, ohne dass sie bereits existente Wege wegnehmen. Die Straßen sollten dadurch entlastet werden, da besonders kurze Wege vielleicht nicht mit dem eigenen PKW zurückgelegt werden müssen. Da die Bahnen in vielen europäischen Städten meist in den kommerziellen Ballungsräumen stehen, wird auch der Berufsverkehr positiv entlastet. Zumal hier eine echte Zeitersparnis möglich ist. Viel mehr Menschen können viel schneller von A nach B transportiert werden. Unternehmen wie ComeOn! suchen mittlerweile direkt nach Städten, in denen diese Seilbahnen einen echten Mehrwert ergeben könnten.


Als Touristenattraktion beliebt

Mehr noch aber als notwendiges Fortbewegungsmittel gilt die Standseilbahn besonders unter Touristen als Muss. Wie schon erwähnt ist jene in Porto ein beliebtes Mittel unter Touristen, um schnell zu den Weinkellern der Stadt zu gelangen. Auch in Bergamo kann man in den Genuss einer sehr alten, aber natürlich gut gewarteten, Bahn kommen, mit der man die steilen Straßen hoch in die Altstadt viel leichter bewältigen kann also zu Fuß. Sobald der Spaß da ist, lohnt sich auch der Preis. Da denkt man sich aufgrund steigender Spritkosten doch immer wieder mal: eine schnelle Tour den Berg hoch kostet in vielen Metropolen immer nur einen Bruchteil vom Bus, von Taxen gar nicht zu sprechen.


Gefahren für das Stadtbild?

Allerdings muss man auch erwähnen, dass Seilbahnen vielleicht ein nützliches Mittel für viele Städte sein können, aber gleichzeitig mit einer Menge an Gefahren belastet sind. Denn am Ende des Tages sind es immer noch Kabinen die an schweren Kabeln entlang durch die Luft getragen werden. Nicht auszumalen, was passieren könnte, wenn hier mal was reißen sollte. Zum Glück ist dies noch nicht passiert, denn aktuell gehören diese Bahnen neben dem Flugverkehr zu den sichersten Fortbewegungsmitteln der Welt. Allerdings sollte man immer einen achtsamen Blick auf alles werfen. Es kann auch sein, dass diese Bahnen das Stadtbild mehr verschandeln, als dass sie hilfreich wären. Auch wenn die Kostenfrage hier vielleicht aufgrund der Probleme mit dem Verkehr ein wenig in den Hintergrund gerät, so sind solche Entscheidungen nicht leicht zu fällen. 

Es muss sich was tun

Ob es darauf hinauslaufen wird, dass mehr und mehr Städte auf diese Art der nutzerfreundlichen Fortbewegung setzen werden oder nicht, sei mal dahingestellt. Allerdings wird immer öfters deutlich, welche immensen Probleme Autos auf den Straßen verursachen. Da kann man einfach mal die Bewohner aus Hamburg und Stuttgart fragen. Bis dahin aber kann man sich in vielen Städten an den Seilbahnen erfreuen, denn so oder so gibt es dank ihnen immer einen Vogelblick auf die Städte und Länder.

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