Mehr Anerkennung für Landwirte: Klöckner kündigt „Wertschätzungs-Kampagne“ an

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Uwe Anspach

MAINZ/TRIER. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat eine «Wertschätzungskampagne» für Lebensmittel und ihre Produzenten in Deutschland angekündigt.

«Es ist die Anerkennung, die vielen Landwirten fehlt», sagte die CDU-Landesvorsitzende in ihrer Eröffnungsrede auf dem Landesparteitag in Neustadt/Weinstraße am Samstag. Vor dem Tagungssaal hatte sie zuvor mit protestierenden Landwirten und Bauern gesprochen.

Die Erwartungen an Tierwohl und Umweltschutz seien gestiegen, aber viele Menschen seien nicht bereit, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben sagte Klöckner. Die Verbraucher gäben nur neun Prozent ihres Haushaltseinkommens für Lebensmittel aus. «Wir müssen wieder einmal über die Prioritäten in diesem Land reden.»

Die Ministerin sprach sich gegen Koalitionen der Union sowohl mit der Linken als auch mit der AfD aus und betonte mit Blick auf die Große Koalition in Berlin: «Wir sind vertragstreu.» Allerdings werde es keine Nachverhandlungen über den Koalitionsvertrag geben. «Wenn die SPD gehen will (…), dann werden wir sie nicht halten.» Sie kritisierte die Frauenfrage «in der Casting-Show der SPD», weil die Männer nur hätten antreten dürfen, wenn sie eine Frau als Mitkandidatin gefunden hätten.

Klöckner lobte die Arbeit ihres Stellvertreters und Landtagsfraktionsvorsitzenden Christian Baldauf («Du machst den Job klasse!») und betonte, sie habe ihn als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2021 vorgeschlagen. In einer Demokratie könne es aber auch mehrere Kandidaten geben, sagte sie mit Blick auf den zweiten Kandidaten, Rhein-Hunsrück-Landrat Marlon Bröhr. Seine Kandidatur werde nicht zu Streitigkeiten in der Partei führen. «Bei uns wird es rund gehen, aber zusammen und gemeinsam in eine Richtung», so Klöckner. Mit der Wahl des Spitzenkandidaten wurde am frühen Nachmittag gerechnet.

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