Umstritten, umgarnt, umgängig: Bürgerfest auf der Hochmoselbrücke

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ZELTNIGEN-RACHTIG. Mit einem Bürgerfest auf der Hochmoselbrücke wird heute das Ende der Bauarbeiten gefeiert. In bis zu 160 Metern Höhe können Anwohner der Moselgemeinden und andere Interessierte bei Wein und Kartoffelsuppe die riesige Brücke auch oben in Augenschein nehmen. Es sei eine einmalige Sache, sagt die Ortsbürgermeisterin von Zeltingen-Rachtig, Bianca Waters (parteilos): «Danach wird es nie mehr die Möglichkeit geben, dass Fußgänger da drauf können.» Hunderte Menschen werden zu dem Fest erwartet.

Am nächsten Donnerstag (21. November) wird das Bauwerk für den Verkehr freigegeben. Rund 25 000 Fahrzeuge pro Tag sollen dann über die 1,7 Kilometer lange Brücke fahren, die den Hunsrück mit der Eifel verbindet. Acht Jahre lang wurde an dem Bauwerk zwischen Ürzig und Rachtig (Kreis Bernkastel-Wittlich) gebaut. Es gilt als aktuell größtes Brückenbauprojekt in Europa. In Deutschland ist sie die zweithöchste Brücke nach der Kochertalbrücke (bis zu 185 Meter) in Baden-Württemberg.

Die Brücke ist Teil einer insgesamt 25 Kilometer langen neuen Strecke (Bundesstraße 50) und schafft eine direkte Straßenverbindung zwischen den Benelux-Staaten und dem Rhein-Main-Gebiet. Die Kosten des gesamten Projektes belaufen sich auf mindestens 483 Millionen Euro, auf die Brücke entfallen rund 175 Millionen Euro.

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