Schulen ohne Bekenntnis: Schüler wollen in Rheinland-Pfalz Verfassung ändern

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Die Vertretung der Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz (LSV) fordert eine Änderung der Landesverfassung, die Schulen als «christliche Gemeinschaftsschulen» bestimmt.

«In einer pluralistischen Gesellschaft mit säkularem Staat kann es nicht sein, dass öffentliche, staatliche Schulen per se christlich sind», erklärte am Donnerstag Lucas Fomsgaard vom Vorstand der LSV.

In Artikel 29 der Landesverfassung heißt es: «Die öffentlichen Grund-, Haupt- und Sonderschulen sind christliche Gemeinschaftsschulen» – auch wenn es in Rheinland-Pfalz längst keine Haupt- und Sonderschulen mehr gibt. Der LSV fordert die Landesregierung auf, alle öffentlichen Schulen als bekenntnisfrei festzulegen. Dies sei «aus juristischen, säkularen, freiheitlichen und antidiskriminierenden Gründen absolut notwendig».

Im vergangenen Monat forderte der LSV auch die Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts. Der Religionsunterricht in seiner bisherigen Form widerspreche der Trennung von Kirche und Staat. Stattdessen solle es ein Fach geben, das über verschiedene Religionen, Weltanschauungen und Kritik an Religion informiere und den Jugendlichen «fundierte, aber auch reflektierte Möglichkeiten der eigenen Glaubensfindung» biete.

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