Anschläge und Amokläufe: Polizeipräsidium Trier trainiert den Ernstfall

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TRIER. Im Zeitraum vom 5. bis 7. November 2019 führt das Polizeipräsidium Trier mit Unterstützung der Einsatztrainer der Hochschule der Polizei eine groß angelegte Einsatzübung in der ehemaligen Konrad-Adenauer-Schule in Idenheim durch.

Insgesamt werden, verteilt über drei Tage, etwa 130 Polizeibeamtinnen und -beamte der Führungszentrale des Polizeipräsidiums Trier sowie der beiden größten Polizeiinspektionen des Präsidiums, Trier und Bitburg, realitätsnah gefahrenträchtige Sondereinsatzlagen üben. Hierbei wird das polizeiliche Vorgehen bei sogenannten „Lebensbedrohlichen Einsatzlagen“ mit großem Handlungsdruck und realistischen Situationsdarstellungen trainiert.

Unter „Lebensbedrohlichen Einsatzlagen“ versteht die Polizei unter anderem terroristische Anschläge oder Amokläufe sowie sonstige Situationen, bei denen die Täter die Tötung von Menschen zum Ziel haben. Anschläge der jüngeren Vergangenheit in Europa und Deutschland belegen, dass insbesondere die Polizeibeamtinnen und -beamten im Streifendienst in diesem Zusammenhang mit neuen Herausforderungen und Gefahren konfrontiert sind. Sie treffen regelmäßig als erste vor Ort ein, müssen häufig sofort handeln und können in der Regel nicht auf das Eintreffen von Spezialeinheiten warten.

Hierzu wurde eine landesweite Einsatzkonzeption erarbeitet, die taktische Ziele, Einsatzgrundsätze und Einsatzmaßnahmen der frühen Phase beschreibt. „Diese Übungen sind sehr wichtig, um den Einsatzkräften Handlungssicherheit in besonders gefährlichen Situationen zu geben und damit die akute Gefährdung unbeteiligter Menschen möglichst schnell zu beenden,“ sagt Polizeivizepräsident Franz-Dieter Ankner vom Polizeipräsidium Trier. Der Übungsbereich um die ehemalige Idenheimer Schule ist weiträumig abgesperrt und aus Sicherheits- sowie Geheimhaltungsgründen für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Bewohner wurden im Vorfeld über das Einsatztraining informiert.

5 KOMMENTARE

  1. „Anschläge und Amokläufe: Polizeipräsidium Trier trainiert den Ernstfall“

    Warum!?
    Denn das sind – so bekommen wir Bürger es ja immer wieder eingetrichtert – nur gefühlte Ängste!
    Also ALLES in bester Ordnung!

  2. Sehr geehrter Herr Degenhardt,

    die Einsatzübungen der Polizei sollen einfach, wie im Artikel bereits erwähnt, den Polizeikräften die nötige Handlungssicherheit bieten. Das kann man im Grunde genommen mit einer Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren in der Region vergleichen.

    Und da leider solche Amokläufe und Attentate, egal welcher Couleur, immer wieder vorkommen, muss das Verhalten in diesem Fall regelmäßig geübt werden. Das hat nichts mit realen Gefahrenlagen zu tun. Die Feuerwehren üben einen Wohnungsbrand auch nicht, weil unmittelbar einer bevorsteht, sondern um die Handlungsabläufe zu trainieren. Und ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass es diese Übungen regelmäßig auch in anderen Bundesländern, wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bzw. im benachbarten Ausland, um als Beispiel mal Luxemburg und die Niederlande zu nennen, gibt.

  3. So müssen wir uns alle mit den neuen Gegebenheiten und ihren unangenehmen Begleiterscheinungen auseinandersetzen . Die Polizei kann dazu den Ernstfall trainieren , der einfache Bürger leider nicht .
    Aber wie schon erwähnt : es war ja noch nie so sicher in Deutschland wie momentan !

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