Wolf im Westerwald unterwegs: Forscher bestätigen Spuren

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Im westlichen und nördlichen Westerwald ist der Wolf zuhause: Ein Labor des Senckenberg-Forschungsinstituts hat drei neue Nachweise für das in Mitteleuropa lange Zeit ausgerottete Säugetier bestätigt. Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) erklärte dazu am Montag, die neuen Spuren zeigten, dass die Landkreise Altenkirchen, Westerwald und Neuwied sowie die Stadt Koblenz und Teile des Rhein-Lahn-Kreises im Mai 2018 zurecht als «Präventionsgebiet Westerwald» ausgewiesen worden seien.

Die Forscher untersuchten die Spuren, die eine Wölfin im Oktober bei Altenkirchen und in Rheinbrohl (Landkreis Neuwied) hinterließ, die dort mehrere Schafe riss. Dieses Tier wurde bisher weder in Rheinland-Pfalz noch in einer anderen Region nachgewiesen. Außerdem wurde genetisches Material aus Wolfskot in der Nähe von Bendorf ausgewertet. Noch nicht bekannt ist, ob es sich in diesen drei Fällen um ein oder um mehrere Tiere handelte. Im Sommer sowie Anfang Oktober wurden auch Bildaufnahmen eines Wolfes bei Heiligenroth, bei Bendorf und in der Nähe von Dierdorf bestätigt. Bisher wurden in 25 Fällen Wolfsvorkommen in Rheinland-Pfalz nachgewiesen, wahrscheinlich handelt es sich dabei um 8 bis 13 Tiere.

Im September hat Rheinland-Pfalz auch in der Eifel Schutzvorkehrungen eingeführt, weil Nordrhein-Westfalen in der nördlichen Eifel ein neues Wolfsgebiet ausgewiesen hat. Seitdem sind auch die Verbandsgemeinden Prüm, Gerolstein und Adenau Wolfspräventionsgebiet. Damit können dortige Halter von Schafen und Ziegen ebenso wie die Betreiber von Wildgehegen Fördermittel für die Sicherung von Herden mit Zäunen und Hunden beantragen. Wenn Tiere von einem Wolf gerissen werden, zahlt das Land eine Entschädigung.

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