Eintracht mit 1:2-Niederlage in Gonsenheim – Auswärtsfluch geht weiter

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TRIER. Nach dem 3:1-Heimsieg gegen Röchling Völklingen vergangene Woche konnte Eintracht-Trier auswärts erneut keine Punkte mitnehmen. Zwar konnte sich die Mannschaft von Josef Cinar im Vergleich zu den letzten Auftritten auf fremdem Platz verbessern, doch zu etwas Zählbarem sollte es auch am heutigen Sonntagnachmittag nicht kommen – mit 2:1 (1:0) unterlagen die Blau-Schwarz-Weißen dem SV Gonsenheim und verlieren damit das vierte Auswärtsspiel in Folge.

Schon vor der Anreise der erste Dämpfer: Simon Maurer musste wegen des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung in der Heimat bleiben und konnte nicht mit in die Landeshauptstadt reisen – neben den Ausfällen von Christoph Anton und Maurice Roth somit die nächste Stammkraft, die bei der Mission „Auswärtssieg“ fehlen sollte.

Dies machte sich auch zugleich bemerkbar: Die Hausherren in der Anfangsphase der Partie optisch überlegen und insbesondere über die linke Angriffsseite gefährlich. So tat es nicht wundern, dass die größeren Gelegenheiten zunächst auf Seiten der Hausherren zu verzeichnen waren: David Meurers abgefälschter Ball klatschte noch an die Latte (9.), doch kurze Zeit später zappelte der Ball im Netz: Nico Siegert fand per Flanke Dennis Merten, der per Direktabnahme zum 1:0 verwandelte (23.).

Die Offensivstärke der Hausherren, die auch in der Folge ein ums andere Mal aufblitzen sollte (insbesondere durch einen Kopfball von Gündüz, 45.), täuschte jedoch nicht darüber hinweg, dass auch die Eintracht Möglichkeiten zum Torerfolg hatte: Dominik Kinscher scheiterte per Doppelchance zunächst an der vielbeinigen Abwehr und sodann an Heimkeeper Paul Simon (18.), Jan Brandscheid fehlten nach einer flachen Hereingabe von Edis Sinanovic nur wenige Zentimeter Körpergröße zum Ausgleich (34.), ehe er nach Kaluanga-Vorlage kurz vor der Pause aus aussichtsreicher Position verzieht (44.). Dennoch – der Pausenrückstand, er war nicht unverdient.

Die zweite Hälfte brauchte etwas, um sich zu entwickeln. Erst nach den ersten personellen Umstellungen auf Seiten der Gäste (Kevin Heinz für Leonel Brodersen, 60. / Ömer Kahyaoglu für Dominik Kinscher, 71.) sollte etwas mehr Schwung auf den Kunstrasen der Waldsportanlage bringen. Zwar konnten die Hausherren nach wie vor Nadelstiche setzen (Canizzo mit einem Drehschuss nur knapp über das Gehäuse von Wieszolek, 59.) und wären um ein Haar zur 2:0-Führung gekommen, als Kaluanga vor Rimoldi in höchster Not per Grätsche im Strafraum klären konnte (66.), doch der nächste Torerfolg, er war der Eintracht vorbehalten, die den Druck in der Schlussphase intensivierte, jedoch oftmals die Genauigkeit vermissen ließ. So brauchte es auch eine undurchsichtige Situation in Folge einer Ecke, die Sanoussy Balde schließlich zum vielumjubelten Ausgleich nutzen sollte (78.). Die Wende im Spiel? Mitnichten. Nur zwei Minuten später der erneute Rückstand: Dennis Merten kann sich auf der rechten Seite durchsetzen und findet den kurz zuvor eingewechselten Khaled Abou Daya (80.) – das 2:1, mitten hinein in die sich anbahnende Schlussoffensive des SVE. Dass nur Minuten später Jason Thayaparan die gelb-rote Karte sah (84., Foul an Meurer) und somit die gerade erfolgte Umstellung auf Dreier-Kette durch Hereinnahme von Jonas Amberg (für Balde) taktisch erschwerte, passte zu einem erneut gebrauchten Tag auf fremdem Platz – es blieb beim 2:1 für die Hausherren, die somit auf Platz vier der Tabelle stürmen und somit zum SVE aufschließt.

„Wir müssen nach dem Ausgleich abgezockter reagieren und dürfen nicht direkt ins zweite Tor laufen“, fand Cheftrainer Josef Cinar nach der Partie die passenden Worte. Ob seine Spieler im Heimspiel die passenden Taten folgen lassen werden, wird am kommenden Samstag ersichtlich sein: Dann gastiert zum Hinrunden-Abschluss der Tabellenführer, TSV Schott Mainz, zu Gast im Moselstadion.

Statistik:

SV Gonsenheim: Simon – Gündüz, Meurer, Rimoldi, Obas – Canizzo (ab 72. Abou Daya), Siegert, Merten, M. Yilmaz – Bektasevic (ab 90. Mueller) – H. Yilmaz (ab 89. Sone).

Eintracht Trier: Wieszolek – Kling, Kaluanga, Brodersen (ab 60. Heinz), Balde (ab 83. Amberg) – Thayaparan, Salem, Sinanovic, Kinscher (ab 71. Kahyaoglu) – Brandscheid, Garnier.

Tore: 1:0 Merten (23.), 1:1 Balde (78.), 2:1 Abou Daya (80.).

Gelb-Rote Karte: Thayaparan (84. / Trier)

Schiedsrichter: Tim Gillen

Zuschauer: 300

2 KOMMENTARE

  1. Wieder mal ein fussballerischer Offenbarungseid unserer Eintracht, ich bin sooo enttäuscht, es fehlt einfach die Klasse, es fehlt an allem

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