Das Haus des Nikolaus: es entsteht im Ort St. Nikolaus

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Oliver Dietze// dpa

ST.NIKOLAUS. Jedes Jahr werden zigtausende Briefe von Kindern aus aller Welt an den Nikolaus im Nikolauspostamt im saarländischen St. Nikolaus beantwortet. Nun bekommt der Nikolaus an seiner irdischen Adresse ein Haus gebaut: «Da soll eine Stube hinein kommen, damit Kinder sehen können, wo er wohnt und arbeitet», sagte die Leiterin der Kinderbriefaktion, Sabine Gerecke. Die acht mal vier Meter große Hütte vor dem Postamt stehe bereits, werde aber zum diesjährigen Einsatz des Nikolauses noch nicht ganz fertig.

Ein Teil der Stube mit dem Schreibtisch vom Nikolaus sei aber schon mal in der alten Schule aufgebaut worden, in der das Postamt vom 5. bis 24. Dezember öffnet. Das Mobiliar werde in das Haus des Nikolaus umziehen, sobald es fertig sei, sagte Gerecke. Das soll spätestens zur 750-Jahr-Feier des Ortes im Sommer 2020 der Fall sein. «Dann können Besucher den Nikolaus das ganze Jahr über besuchen.»

Auch wenn es bis Weihnachten noch gut sieben Wochen sind: Mehr als 1000 Briefe an den Nikolaus sind bereits in St. Nikolaus angekommen. «Viele davon sind wieder aus asiatischen Ländern», sagte Gerecke. Aber auch Post aus Russland und den USA sei bereits in den Kisten. Warum die Briefe so früh kommen? Viele wollten eben sicher gehen, dass Ihre Wünsche den Nikolaus rechtzeitig erreichten. «Damit er alles schon mal besorgen oder weiterleiten kann», sagte sie.

Seit mehr als 50 Jahren schreiben Kinder «An den Nikolaus» in dem kleinen Ort in der Gemeinde Großrosseln. Nach Angaben der Deutschen Post ist es das älteste Nikolauspostamt in Deutschland. Das nahe der französischen Grenze gelegene St. Nikolaus ist laut Organisatoren der einzige Ort in Deutschland mit diesem Namen. Im vergangenen Jahr beantworteten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Nikolauses 24 146 Briefe aus 42 Ländern – so viele wie nie zuvor.

(dpa)

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