Repair Café Trier lädt zum Retten kaputter Dinge ein

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Dank Matthias Birkel ist Gisela Kimmers Staubsauger wieder einsatzbereit.

In den letzten Jahren haben viele Menschen verstanden, wie wichtig ist es ist, sparsamer mit Gütern umzugehen. Müll können wir uns einfach nicht mehr in dem Umfang leisten, wie er heute leider produziert wird. Um ein wenig entgegenzuwirken, findet seit geraumer Zeit jeden letzten Samstag im Monat das Repair Café im Jugendzentrum der Stadt Trier statt. Ob es die Lieblingsbluse, das Handy, ein altes Radio oder das geliebte Fahrrad ist: Hier kommen Experten verschiedener Bereiche zusammen und reparieren gemeinschaftlich all die Dinge, von denen man sich wohl ohne die kostenfreie Unterstützung getrennt hätte.

Im Grunde hat jeder die Möglichkeit, ein Repair Café ins Leben zu rufen – natürlich nicht nur in Trier, sondern weltweit. Das Prinzip ist so simpel wie genial. Die Erfinder erklären: „Repair Cafés sind ehrenamtliche Treffen, bei denen die Teilnehmer allein oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren. An den Orten, an denen das Repair Café stattfindet, ist Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen vorhanden. Zum Beispiel für Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder, Spielzeug und vieles mehr. Auch sind kundige ehrenamtliche Helfer anwesend, die Reparaturkenntnis und – fertigkeiten auf verschiedenen Gebieten mitbringen.”

Weniger ausgeben – mehr vom Geld haben

Wer nicht gleich ein neues Smartphone oder andere Dinge kauft, sondern sie im Zuge des Events reparieren lässt, der spart auf lange Sicht eine Menge Geld. Dieses lässt sich wunderbar nutzen, um sich den einen oder anderen Traum zu erfüllen. Auch das Spielen im Casino lohnt sich mit dem Ersparten. So kann man den Einsatz beim Roulette locker um einige Euro erhöhen – Guthaben, das andernfalls in den Neukauf der reparierten Gegenstände geflossen wäre. Insgesamt macht das Repair Café Sinn, denn wir leben in einer Gesellschaft, die vom Konsum beherrscht wird und in der Berge von Müll zu einem wachsenden Problem werden. Ein guter Grund, selbst vorbeizuschauen. Wer gut darin ist, Technik, Kleidung und dergleichen zu reparieren, der kann hier gleich sein Können zum Besten geben und darf sich im Gegenzug natürlich andere Dinge reparieren lassen. Die Veranstaltung ist ein Geben und Nehmen – eine weitere Parallele zum Online Glücksspiel, wo es eben auch nicht allein ums Investieren, sondern genauso ums Gewinnen geht. Das Repair Café in Trier, das ist für die Einwohner der Stadt definitiv ein Gewinn.

Auch andere Städte lieben ihr Repair Café

Wer generell lieber repariert, anstatt gleich alles wegzuwerfen, der wird auch in anderen Städten fündig. So wurde beispielsweise erst vor wenigen Tagen in Ochtrup im Münsterland ein Repair Café veranstaltet, das wie erwartet ein voller Erfolg war. Die Stadt, die bekannt ist für Porzellan und das einmalige Outlet Markencenter, versteht offenbar genauso viel vom Werterhalt wie Triert – und damit ist Ochtrup nicht allein, wie wir inzwischen wissen. Immer mehr deutsche Städte haben sich Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben. Was gibt es also Besseres als ein Repair Café. Der große Vorteil ist, dass keine hohen Kosten anfallen, wie es bei klassischen Reparaturen der Fall ist. Wer schon einmal eine Hose hat flicken lassen, der weiß sicher, wovon wir reden. Den Betreibern und Teilnehmern geht es darum, sich gegenseitig zu helfen und dabei eben eine Menge Müll einzusparen.

Ein spannender Tag für Jung und Alt

Natürlich ist jeder eingeladen, das Repair Café Trier zu besuchen. Besonders freuen sich die Veranstalter über all jene, die fachliches Geschick mitbringen. Aber auch Spenden, wie beispielsweise Kuchen und dergleichen, sind immer gern gesehen. Höchste Zeit also, den kaputten „Krempel“ aus dem Keller zu holen und einen Besuch zu planen. Wir sind sicher, dass sich der eine oder andere verborgene Schatz doch noch retten lässt – und das selbstverständlich vollkommen kostenlos.

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