Ärzte und Apotheker beklagen Lieferengpässe bei Medikamenten

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Uli Deck // dpa

MAINZ. Die Landesärzte- und die Landesapothekerkammer in Rheinland-Pfalz sorgen sich um Lieferengpässe bei Medikamenten und fordern ein Umdenken bei den Herstellern.

«Wichtige Medikamente wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Magensäureblocker, Impfstoffe oder Antidepressiva sind oft nicht verfügbar. Das ist unhaltbar und ein großes Ärgernis», kritisierten Günther Matheis als Präsident der Ärztekammer im Land und Andreas Kiefer als Präsident der Apothekerkammer in einer Mitteilung von Freitag.

Die Kammern verwiesen auf hunderte beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gelistete offene Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland. Aus Kostengründen hätten Pharmafirmen die Produktion von Wirkstoffen ins Ausland verlegt, oft nach Indien und China. Die Produktion von versorgungsrelevanten Medikamenten müsse wieder nach Europa verlegt werden. Probleme bereitet der Apothekerkammer zufolge auch die knappe Lagerhaltung bei Pharmaunternehmen. So würden Präparate häufig erst auf Bestellung hergestellt. «Eine Produktion „just-in-time“ spart den Herstellern Kosten, macht es aber für Apotheker immer schwieriger, Ersatzmedikamente für Patienten zu finden», kritisierte Kiefer.

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