Kindesmisshandlung: Staatsanwältin fordert mehrjährige Haftstrafen

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Landgericht Frankenthal. Foto: Uwe Anspach/ dpa-Archiv

FRANKENTHAL. Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess um die schwere Misshandlung eines Kleinkinds mehrjährige Haftstrafen gefordert.

Das Baby habe erhebliche Qualen und Schmerzen erleiden müssen, sagte Staatsanwältin Esther Bechert am Mittwoch vor dem Frankenthaler Landgericht. Für die Angeklagte forderte Bechert acht Jahre Haft. Ihr Partner soll vier Jahre ins Gefängnis.

Angeklagt vor dem Landgericht sind eine Frau und ein Mann aus Ludwigshafen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar vor, seinen damals sieben Wochen alten Sohn im Oktober 2018 misshandelt zu haben. Der Säugling erlitt demnach schwerste Verletzungen im Rektal- und Genitalbereich sowie Schädel- und Rippenfrakturen. Nur eine Notoperation rettete den Jungen.

Die Taten seien sexuell motiviert gewesen, sagte Bechert. Die Verteidigung hingegen sieht die Vorwürfe nicht als erwiesen an. Es gebe keine Beweise, dass die Angeklagte eine der ihr vorgeworfenen Taten begangen habe, sagte der Verteidiger der Frau. Beide Rechtsanwälte plädierten auf Freispruch.

Die Angeklagten waren im Juni für den Rest der Verhandlung auf freien Fuß gesetzt worden. Grund war die Unterbrechung des Prozesses wegen eines erkrankten Pflichtverteidigers. Das Urteil will das Gericht an diesem Freitag (25. Oktober) verkünden.

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