Neues Uni-Archiv in Trier sammelt alte Schulbücher und Hefte

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Symbolbild. Foto: dpa-Archiv

TRIER. Wie, was und wozu haben Kinder und Jugendliche in den vergangenen 200 Jahren gelernt? Diesen Fragen wird an einem neuen Archiv zur Erforschung der Schulgeschichte an der Universität Trier nachgegangen.

Aus der «historischen Unterrichtspraxis» könnte man «neue Perspektiven und Lösungsvarianten für Probleme gewinnen, die uns auch im heutigen Unterricht noch beschäftigen», sagte der Professor für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften, Matthias Busch. Am neu gegründeten Archiv sollte vor allem schulische Bildung des 19. und 20. Jahrhunderts dokumentiert und erforscht werden.

Damit das interdisziplinäre Archiv für bildungsgeschichtliche Fachunterrichtsforschung ein Erfolg werde, setzten die Forscher auf Sachspenden aus der Bevölkerung: «Das alte Schulbuch oder Schülerhefte sind uns ebenso lieb wie Unterrichtsplanungen und Aufzeichnungen ehemaliger Lehrkräfte oder Schulchroniken», sagte die Professorin für Didaktik der deutschen Sprache und Deutsch als Zweit- und Fremdsprache, Anke Wegner. Sie leitet mit Busch das Forschungsvorhaben.

Knapp 700 Archivalien meist von Privatpersonen aus ganz Deutschland seien bereits zusammengekommen, berichtete Busch. Dazu gehörten Unterrichtsmedien wie Schulbücher oder Wandkarten und Artefakte des Lernens und Lehrens wie Klassenarbeiten, Fotografien oder Unterrichtsberichte der Fächer Deutsch, Geschichte und Politik. Auch Staatsexamensarbeiten seien dabei. Ein vergleichbares Archiv gebe es seines Wissen nach noch nicht, sagte er.

Offiziell eröffnet wird das Archiv am 8. und 9. November mit einer ersten interdisziplinären Tagung – zum Thema «Bildung und Demokratie im 20. Jahrhundert».

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