Nach Selbstmord von Mia’s Mörder – Rechtsausschuss berät

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Zwei Handflächen und eine Rose liegen in Kandel (Rheinland-Pfalz).

Bildquelle: Foto: Andreas Arnold/Archiv (dpa)

MAINZ. Eine Woche nach dem Tod des verurteilten Mörders der 15-jährigen Mia in der Jugendstrafanstalt Schifferstadt beschäftigt sich der Rechtsausschuss des Landtags heute mit dem Thema. Beantragt haben das die Regierungsfraktionen von SPD, FDP und Grünen.

Der aus Afghanistan stammende Abdul D. war am vergangenen Donnerstag leblos in seiner Einzelzelle gefunden worden. Eine Obduktion der Leiche bestätigte, dass er sich erhängt hat. Hinweise auf eine Gewalteinwirkung konnten Experten des Rechtsmedizinischen Instituts in Mainz keine finden. Abdul D. war im August zu achteinhalb Jahren Haft nach Jugendstrafrecht verurteilt worden. Er tötete Mia Ende 2017 in einem Drogeriemarkt im pfälzischen Kandel wohl aus Eifersucht, die Tat löste bundesweit Entsetzen aus.

Auf dem Programm des Justizausschusses am Donnerstag stehen außerdem noch das Thema der Nachwuchsgewinnung der Justiz sowie die Schutzausrüstung von JVA-Bediensteten. Zu der künftigen Ausrüstung gehören nach Angaben des Justizministeriums von September neue Einsatzstöcke, Schutzhelme und -anzüge, schnittfeste Handschuhe und Schilder. Dafür sind im Landeshaushalt je rund 145 000 Euro für dieses und nächstes Jahr eingeplant. Das Ministerium hatte auf mehrere Fälle von Gewalt gegen JVA-Bedienstete verwiesen.

3 KOMMENTARE

    • Gehören Sie auch zu denjenigen die bei Unfällen in vorderster Reihe mit dem Händi die Verunglückten fotografieren , womöglich noch als Selfi ?

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