7 Millionen Euro: Umweltministerium fördert drei Projekte in der Region

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Foto: Joachim Weber (Bürgermeister VG Konz), Umweltministerin Ulrike Höfken, Steffen Maiwald (SWT-Vorstand), Dr. Joachim Streit (Landrat Eifelkreis Bitburg-Prüm), Winfried Schreiber (Referent im Umweltministerium)

TRIER. Zwei Bescheide für das Regionale Verbundprojekt Westeifel, einer für die Verbandsgemeinde Konz und einer für die Stadtwerke Trier: Bei ihrem Besuch im Trierer Hauptklärwerk am Montag, 14. Oktober 2019, hat Ulrike Höfken Förderbescheide über mehr als sieben Millionen Euro übergeben.

Konkret geht es um folgende Projekte: Die Landwerke Eifel erhalten für zwei Bauabschnitte des Regionalen Verbundsystems eine Förderung von insgesamt 5.979.400 Euro. Die Verbandsgemeinde Konz bekommt für eine Verbindungsleitung zwischen den Hochbehältern Fellerich, Wellen und Nittel 838.350 Euro. Für eine Zusammenführung der Klärwerke Trier-Ehrang und dem Hauptklärwerk in Trier erhalten die Stadtwerke Trier 572.500 Euro.

„Sinkende Grundwasserneubildung, zunehmende Hitzewellen, sterbende Bäume: Klimaschutz ist längst auch in Rheinland-Pfalz zur Existenzfrage geworden. Umso wichtiger ist es, die Energiewende auf allen Ebenen ambitioniert umzusetzen und Anpassungsmaßnahmen zu etablieren. Genau das tun die Stadtwerke Trier, die Landwerke Eifel und die Verbandsgemeinde Konz, indem sie großräumig die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser durch das Verbundsystem Westeifel sowie lokal durch eine Verbindungsleitung zwischen drei Hochbehältern erhöhen. Zudem legen die Stadtwerke Trier zwei Klärwerke zusammen und steigern damit gleichzeitig die Energieeffizienz. Für die drei Vorhaben stellt das Umweltministerium insgesamt mehr als sieben Millionen Euro zur Verfügung“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken.

Die Landwerke Eifel verbinden die Olef-Talsperre in NRW mit der Riveris-Talsperre im Hunsrück. Bei einem Höhenunterschied von rund 450 Metern erzeugen vier Turbinen zukünftig Strom im Trinkwassernetz. Im Rahmen des Verbundgrabens werden neben der Trinkwasserleitung, Erd- und Biogasleitungen sowie Glasfasernetze mitverlegt. Das regionale Biogas wird eingesammelt, an einer zentralen Stelle aufbereitet und in das Erdgasnetz eingespeist. Mehr als die Hälfte der insgesamt rund 120 km langen Trasse sind bereits gebaut. „Unser Projekt verbindet nicht nur die Sparten Trinkwasser und Energie auf eine neue Art und Weise. Mit der Vernetzung und der Kopplung der unterschiedlichen Sektoren sind die Projektpartner an der Spitze der Entwicklung, erneuerbare Energie passgenau und regional zu erzeugen und zu speichern“, erklärt Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender der Landwerke Eifel Joachim Streit, im Rahmen der Übergabe.

Durch den Querverbund in der VG Konz zwischen Fellerich und Wellen/Nittel werden die vorhandenen lokalen Gewinnungsgebiete Albachtal, Wawerner Bruch/Mannebachtal sinnvoll miteinander verbunden. Hierdurch wird die Versorgung der Bevölkerung in der Verbandsgemeinde Konz – insbesondere der Obermosel – dauerhaft und nachhaltig gesichert. Gleichzeitig kann durch diese Maßnahme neben den großräumigen Vorteilen auch in Zukunft erheblich Energie eingespart werden. „Die sich insgesamt so ergebenden lokalen Verbesserungen in den verschiedensten Ortslagen, in Kombination mit einer regionalen Vernetzung der Versorgungssysteme, spiegeln eine nachhaltige Denkweise der Verbandsgemeindewerke Konz wider“, so Joachim Weber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Konz.

Die Stadtwerke Trier bauen einen zehn Kilometer langen Druckkanal vom Klärwerk Ehrang zum Hauptklärwerk nach Trier. Ziel dieser Maßnahme ist es, die moderne Aufbereitungstechnik im Hauptklärwerk zur weitreichenden und optimierten Phosphateliminierung des gesamten Abwassers zu nutzen und somit einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz leisten zu können. Darüber hinaus ermöglichen die zusätzlichen Klärschlammmengen im Hauptklärwerk eine Erhöhung der Energieerzeugungspotenziale zur Erzeugung von Strom und Wärme aus Klärgas in den vorhandenen Blockheizkraftwerken. Die im Klärwerk erzeugten Strom- und Wärmemengen sollen dazu beitragen, den benachbarten Energie- und Technikpark mit Energie zu versorgen. „Die Überschussenergie des Klärwerks leisten einen innovativen Beitrag für die autarke Versorgung unseres neuen Standorts. Unser Ziel ist es ein CO2-neutrales Gewerbegebiet für die technischen Betriebe der Stadt und der Stadtwerke zu entwickeln“, erläutert der kaufmännische SWT-Vorstand Steffen Maiwald im Rahmen der Übergabe.

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