Englische Woche beginnt mit Niederlage: Gladiators Trier verlieren in Bremerhaven

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BREMERHAVEN/TRIER. Zum Auftakt der englischen Woche in der 2. Basketball-Bundesliga haben die Römerstrom Gladiators am Mittwochabend ihr Auswärtsspiel in Bremerhaven mit 104: 84 verloren.

Mittwochabend, 20 Uhr, Stadthalle Bremerhaven: RÖMERSTROM Gladiators Trier bei den Eisbären Bremerhaven. Das Duell der beiden Ex-Bundesligisten begann mit offenem Visier: 10:8 stand es bereits nach weniger als drei Minuten Spielzeit. Auf Trierer Seite punktete insbesondere Center Till Gloger mehrfach. Schon früh standen sechs Punkte für Gloger zu Buche. Doch auf der Gegenseite stellten besonders die extrem flinken Guards Rohndell Goodwin und Kasey Hamal Hill die Defense der Trierer immer wieder vor große Probleme. Beim 21:16 für Bremerhaven durch Leonard Vorhees nahm Trier Headcoach Christian Held erstmals die Auszeit. Die Eisbären feuerten auch in der Folge aus allen Rohren und trafen hervorragend: 37:23 der Spielstand nach 10 gespielten Minuten, 80% aus der Zweier- und 75% aus der Dreierdistanz für die Eisbären. Ein furioser Auftakt der Nordlichter und bereits früh ein herber Dämpfer für die Trierer Hoffnungen.

Würde das Feuerwerk der Gastgeber im zweiten Viertel weitergehen? Wenn es nach dem Ex-Trierer Anthony Canty gehen sollte, dann ja. Prompt eröffnete er das Viertel mit einem weiteren Distanztreffer für Bremerhaven (42:25). Jermaine Bucknor setzte dem Bremerhavener Dreier-Regen seinerseits einen erfolgreichen Distanzwurf entgegen (44:28). Zwar gelang es den Gladiators, die bis dato traumwandlerisch sichere Trefferquote der Eisbären zu senken und das Tempo der Partie zu drosseln. Doch im eigenen Angriff leisteten sich die Trierer zu viele Fehler (51:31, 17. Minute). So schmolz der Vorsprung der gastgebenden Bremerhavener bis zur Halbzeitpause nur marginal: 55:38 hieß es nach 20 Minuten für die noch ungeschlagenen Norddeutschen. Ein hartes Stück Arbeit lag vor den Gladiatoren.

In Halbzeit zwei drückte Jermaine Bucknor die Eisbären-Führung mit einem Dreier zunächst auf 13 Punkte (56:43), bevor Simon Schmitz mit einem weiteren Distanztreffer die Bremerhavener zur ersten Auszeit in der zweiten Hälfte zwang. 56:46 – nur noch zehn Punkte Rückstand und noch jede Menge Zeit für die Gladiatoren. Zu diesem Zeitpunkt sah es so als hätte Headcoach Christian Held in der Pause die richtigen Worte gefunden. Till Gloger dann nach dem Anspiel von Geist mit einem weiteren Korbleger – nur noch Acht (58:50). Dann der Fastbreak für Trier, Dreier Geist – 58:53, bei noch rund 16 Minuten Netto-Spielzeit. Zunächst aber der Back-to-back-Dreier-Konter von Bremerhavens Breitlauch zum 61:53 und dann zum 64:53. Das Trierer Spiel verlor jetzt wieder an Struktur und Coach Held rief zum Timeout. Doch nur zwischenzeitlich gelang es den Gladiatoren, Zugriff zur Partie zu bekommen, immer wieder folgten Bremerhavener Treffer auf Trierer Fehlwürfe. Entsprechend endete das dritte Viertel mit 75:57 für die Eisbären.

Das Schlussviertel begann mit Ballbesitz Trier – und Schrittfehler von Jordan Geist. Einen weiteren Ballverlust von Rupert Hennen bestrafte der stark aufspielende Adrian Breitlauch mit einem Korbleger plus erfolgreichem Bonusfreiwurf. 81:59 für die Eisbären Bremerhaven, bei noch etwas mehr als acht Minuten Spielzeit. Nach einem weiteren Eisbären-Dreier dann sogar 84:59 – 25-Punkte-Führung Bremerhaven. Am Ende von Viertel und Spiel war es dann an Tony Canty, die 100 Punkte für die Heimmannschaft voll zu machen. Mit 104:84 endete das Mittwochsspiel für die damit weiterhin ungeschlagenen Eisbären Bremerhaven.
Nächster Gladiators-Gegner ist bereits am Sonntag Phoenix Hagen. „Eine Mannschaft, die ähnlich wie wir im Großen und Ganzen zusammengeblieben ist. Dazu kommen clevere Verstärkungen“, so die Einschätzung von Christian Held. „Mit Leufroy haben sie einen guten Guard geholt, mit Pechacek einen guten Big Man für die Liga dazu gewonnen. Aus meiner Sicht leben sie aber noch immer sehr davon, dass die Hagener Urgesteine sie tragen. Niklas Geske, Jonas Grof und Niklas Geske. Alle drei sind dort aufgewachsen und tragen jetzt die Mannschaft. Das ist eine sehr schöne Story und die drei machen das hervorragend.“ Obwohl Hagen mit zwei Niederlagen in die Saison 2019/2020 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga gestartet ist, zeigte das Team von Chris Harris am vergangenen Wochenende mit einem Sieg in Paderborn (85:97) einen Aufwärtstrend. Auch Christian Held warnt: „Sie haben am Anfang zwei Spiele knapp und unglücklich verloren. Aber Hagen ist dennoch eine Mannschaft, mit der in den Playoffs dann zu rechnen ist.“

Das Heimspiel gegen Phoenix Hagen am Sonntag beginnt um 17:00 Uhr, Einlass ist ab 15:30 Uhr. Tickets für das Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga sind in unserer Geschäftsstelle in der Arena Trier, auf unserer Homepage www.roemerstrom-gladiators.de, auf www.ticket-regional.de sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen von Ticket Regional erhältlich. Übertragen wird die Partie außerdem auch im Livestream von Airtango, unter www.airtango.live.


Stimmen zum Spiel

Christian Held, Headcoach RÖMERSTROM Gladiators Trier: “Wir haben heute gesehen, dass wir noch lange nicht da sind, wo wir hin wollen. Glückwunsch an die Eisbären Bremerhaven für eine sehr konzentrierte und überzeugende Leistung. Uns ist es nach dem starken Spiel gegen Chemnitz heute nicht gelungen, dauerhaft defensiven Druck aufzubauen und unser Spiel aufzuziehen. Nach dem starken Start der Eisbären kamen wir nur noch einmal in ihre Nähe und haben es in dieser Phase nicht geschafft, das Spiel nochmal zu drehen.“

Für Trier spielten: Kyle Dranginis (5 Punkte), Kevin Smit (10), Jermaine Bucknor (6), Rupert Hennen (10), Lucien Schmikale (0), Simon Schmitz (7), Thomas Grün (4), Stefan Ilzöfer (5), Jordan Geist (14) und Till Gloger (23)

Beste Werfer Eisbären Bremerhaven: Adrian Breitlauch (18), Joshua David Braun (15), Sid-Marlon Theis und Rohndell Goodwin (je 14)

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