Lewentz: Steuerzahler nicht Preis für Risikospiele aufbürden

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Polizeieinsatz bei einem Fuflballspiel. Foto: Carmen Jaspersen/Archivbild

RLP. Nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) dürfen Steuerzahler nicht die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen im Fußball tragen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erwirtschafte einen «Riesenvorteil», wenn sie nicht für die Polizeieinsätze zahlen müsse, sagte Lewentz am Dienstag im Radioprogramm SWR Aktuell vor einem Treffen mit dem Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) zu dem Thema.

Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom März dieses Jahres, wonach eine Kostenbeteiligung der Vereine bei Hochrisikospielen grundsätzlich rechtens ist, müssten alle Länder solche Kosten in Rechnung stellen, sagte Lewentz weiter. «Was erzähle ich dem Steuerzahler, was erzähle ich den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, was erzähle ich einem Rechnungshof, wenn ich das nicht tun würde?», fragte der Minister. «Es geht um Gerechtigkeit.» Bislang hat nur der Stadtstaat Bremen Geld von der DFL verlangt und zuletzt rund 1,17 Millionen Euro in Rechnung gestellt.

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