Flugzeugtreibstoff – 30 Tonnen Kerosin über der Pfalz abgelassen

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Foto: dpa-Archiv

PFALZ. Das Notablassen von Flugzeugtreibstoff über dem Pfälzerwald sorgt immer wieder für Diskussionen – nun ist über der Region erneut Kerosin niedergegangen.

Eine zivile Frachtmaschine habe 30 Tonnen Kerosin am Montag abgelassen, teilte das Luftfahrt-Bundesamt auf seiner Internetseite mit. Nach Angaben der Behörde wurde in diesem Jahr bisher dreimal Flugzeugtreibstoff – insgesamt mehr als 141 Tonnen – über Rheinland-Pfalz freigesetzt.

Flugzeuge lassen in Notlagen Kerosin ab, um mit weniger Gewicht landen zu können. Die Flugsicherung teilt ihnen Flughöhen und Gebiete zu. «Fuel Dumping» ist vor allem ein Problem im südlichen Rheinland-Pfalz. Das Bundesland ist wegen der Nähe zum Frankfurter Flughafen vergleichsweise häufig von Kerosinablässen betroffen. Kritiker fordern allgemein mehr Transparenz. So sei unklar, welche Folgen das Freisetzen von Treibstoff für Gesundheit und Umwelt haben.

Anfang Mai hatte das Umweltbundesamt eine Risiko-Einschätzung veröffentlicht. Dafür wurde mit Modellrechnungen gearbeitet. Demnach ist die Menge der am Boden ankommenden Kerosinrückstände unkritisch. Nach Ansicht des Toxikologen Bernd Kaina von der Unimedizin Mainz reicht dies nicht. «Ich denke, dass die Bevölkerung nur zum Teil beruhigt ist und weiter gemessen werden muss», sagte er einmal.

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