Bundespräsident Steinmeier kommt nach Bernkastel-Kues

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Symbolbild // dpa / Gregor Fischer

Bildquelle: dpa

BERNKASTEL.Bundespräsident Frank Walter Steinmeier besichtigt anlässlich der Informa­tions- und Begegnungsreise mit den Missionschefs des Diplomatischen Korps, der Internationalen Organisationen und anderer Vertretungen am 18. September 2019 das St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift sowie die Vinothek in Bernkastel-Kues. Mit seinem Besuch wird auch die neue Hausausstellung „Zwischen Kues und Konstantinopel. Cusanus als Diplomat, Kirchenpolitiker und Friedensvermittler“ eröffnet, die zusammen mit dem Cusanus-Institut an der Universität und theologischen Fakultät Trier erstellt wurde.

Auch wenn Nikolaus von Kues heute in erster Linie als Philosoph und Theologe bekannt ist, so entstand sein schriftstellerisches Werk in den wenigen Stunden der Muße und Entspannung, abseits seiner nahezu unermüdlichen Tätigkeit als Diplomat, Kirchenpolitiker und Friedensvermittler, die ihn im Dienst der Kirche durch halb Europa führte. Aus seinem beschaulichen Heimatort in Kues betrat er 1432 auf dem Konzil von Basel zum ersten Mal die internationale politische Bühne. Von hier aus führte ihn sein Weg nach Konstantinopel (heute: Istanbul), wo er den byzantinischen Kaiser und Patriarchen von der Teilnahme an einem Unionskonzil in Ferrara/Florenz überzeugen konnte. Im Auftrag des Papstes traf er auf den Reichs- und Hoftagen den deutschen König und die Kurfürsten und versuchte 1451/52 als Legat die deutsche Kirche vergeblich zu reformieren. Obwohl seine Zeit als Fürstbischof von Brixen alles andere als erfolgreich verlief, so wurde er als Friedensvermittler u.a. im 100-jährigen Krieg zwischen England und Frankreich, immer wieder gesucht. In den Brixener Jahren entstanden mit ‚De pace fidei‘ (‚Der Friede im Glauben‘) und der ‚Cribratio Alkorani‘ (‚Die Sichtung des Korans‘) zwei seiner bedeutendsten Schriften, die im interreligiösen Dialog heute noch Beachtung finden.

In der aktuellen Ausstellung im Cusanusstift soll all diesen Punkten nach­gegan­gen werden. Nach dem Besuch des Bundespräsidenten und des Diplomatischen Korps steht die Ausstellung vom 19. September bis zum 30. Juni 2020, von Montag bis Freitag 09.00-12.00 Uhr, allen Interessierten offen (Ausnahme: 21.12.2019 – 05.01.2020 und 24.-28.02.2020). Der Eintritt ist frei, über eine Spende würden wir uns sehr freuen. Der Termin für eine öffentliche Einführung in die Ausstellung wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

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