Aufwertung der Radwege an der Mosel – Planungen in der Endphase

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Dieses Verkehrszeichen für einen nicht benutzungspflichtigen Radweg gibt es bisher in Deutschland nicht.

TRIER. Damit mehr Pendlerinnen und Pendler vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, sind direkte Verbindungen mit gut ausgebauten Trassen gefragt. Die Städte Trier, Konz und Schweich wollen deshalb gemeinsam die Radwege zwischen den drei Städten entlang der Mosel zu einer Pendlerradroute aufwerten, wobei nicht mehr nur Touristen, sondern auch Berufstätige im Blickpunkt stehen. Der Verlauf der rund 25 Kilometer langen Strecke steht jetzt fest.

Die Machbarkeitsstudie für die Pendlerradroute (PRR), die die Stadt Trier in Abstimmung mit den Städten Konz und Schweich sowie dem Landesbetrieb Mobilität bei dem Planungsbüro Sweco (Koblenz) in Auftrag gegeben hat, soll bis Ende des Jahres vorliegen. Der jetzt erzielte Konsens über den Routenverlauf gibt der Strecke über Biewer und Ehrang/Quint den Vorzug gegenüber der Variante über Ruwer und Kenn. Baudezernent Andreas Ludwig informierte vergangene Woche die Mitglieder des Trierer Arbeitskreises Radverkehr über den Sachstand: „Die Förderkriterien der Landesregierung für die Pendlerradroute sehen eine durchgängige Strecke Konz-Trier-Schweich vor, deshalb mussten wir uns für eine Seite entscheiden.“ Mit dem Lückenschluss bei Ruwer, für den vergangene Woche die Bauarbeiten begonnen haben, wird aktuell aber auch die Radverkehrsinfrastruktur auf der rechten Moselseite verbessert.

Die Trasse verläuft von Konz kommend auf dem unteren Moselradweg bis zur Kaiser-Wilhelm-Brücke. Dort wird die Mosel überquert. Weiter geht es auf dem Moselradweg bis Biewer, wo die Strecke abknickt und dann westlich der Eisenbahntrasse bis zur Kyllbrücke in Ehrang führt. Von dort bis nach Schweich geht es wieder zurück auf den Moselradweg. Wichtige Knotenpunkte für die Weiterfahrt in die City befinden sich am Georg-Schmitt-Platz (aus Richtung Norden) und an der Hohenzollernstraße (aus Richtung Süden).

Für die PRR wird eine Trassenbreite von drei Metern und, wo möglich, eine Trennung des Rad- und Fußverkehrs angestrebt. Hierzu müssen einige der vorgesehenen Wege verbreitert werden, zum Teil muss auch die Fahrbahndecke erneuert werden. Größtes Einzelprojekt ist wahrscheinlich die Verbindung zwischen dem Moselradweg und dem westlichen Brückenkopf der Kaiser-Wilhelm-Brücke, weil es hier noch keinen separaten Radweg gibt und ein beträchtlicher Höhenunterschied bewältigt werden muss.

Piktogramme und Schilder sollen die Trasse als Pendlerradroute ausweisen. An Wegekreuzungen soll die PRR durch entsprechende Markierung und Beschilderung als Vorfahrtsstraße ausgewiesen werden. Streckenabschnitte, auf denen auch Autos unterwegs sind, können als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Außerdem sind weiße, reflektierende Randstreifen vorgesehen, die in der morgendlichen und abendlichen Dämmerung die Erkennbarkeit des Routenverlaufs verbessern.

Als vordringliches Projekt gilt die Deckensanierung des Radwegs zwischen der Kaiser-Wilhelm- und Konrad-Adenauer-Brücke. Eine Beschlussvorlage dazu steht auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am 26. September. Bis Ende des Jahres sollen weitere Maßnahmen für die verschiedenen Streckenabschnitte und Knotenpunkte festgelegt und mit einer Kostenschätzung versehen werden. Damit wäre die Machbarkeitsstudie abgeschlossen. Auf dieser Basis ist ebenfalls noch in diesem Jahr ein Grundsatzbeschluss des Stadtrats zur Pendlerradroute geplant. Für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen wird mit einer Dauer von drei Jahren gerechnet, wobei frühestens 2020 begonnen werden kann. Für Investitionen im Zusammenhang mit der PRR hat die Landesregierung eine Förderquote von 85 Prozent in Aussicht gestellt.

1 KOMMENTAR

  1. Bei so einem vollendeten Schwachsinn fällt selbst mir keine schmutzige Bemerkung mehr ein. Mir bleibt nur noch schweigsames Kopfschütteln über solch einen hohlen Aktionismus und der grüner Stiefelleckerei

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