Eigene Kinder missbraucht: Prozess findet ohne Publikum statt

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FRANKENTHAL. In einem Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern hat das Landgericht im pfälzischen Frankenthal die Öffentlichkeit für die gesamte Dauer der Verhandlung ausgeschlossen. Ein entsprechender Antrag sei sowohl von der Verteidigung als auch vom Vertreter der Nebenklägerin gestellt worden, sagte ein Justizsprecher am ersten Verhandlungstag am Donnerstag. Bisher plant das Landgericht am 13. und am 16. September weitere Anhörungen.

Angeklagt ist eine 47 Jahre alte Frau und ihr 33 Jahre alter Halbbruder. Ihnen wird sexueller Missbrauch vorgeworfen. Es geht um die drei heute erwachsenen Kinder der Frau: zwei Töchter und einen Sohn. Sie hatten 2015 Anzeige erstattet, die Taten sollen sich zwischen Januar 2000 und November 2006 in Neustadt an der Weinstraße ereignet haben. Ursprünglich war auch der 49 Jahre alte Vater angeklagt, er ist jedoch mittlerweile gestorben. Die Beschuldigten wiesen die Vorwürfe während der Ermittlungen zurück.

Die Anklage vor der 7. Strafkammer (Jugendkammer) lautet auf schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und anderen. Der Halbbruder ist strafrechtlich bereits anderweitig in Erscheinung getreten, die Mutter nicht (Az.: 7 KLs 5321 Js 20537/18).

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