Rheinland-Pfälzer bekommen immer länger Rente

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Eine Renteninformation der Deutschen†Rentenversicherung liegt auf einem Schreibtisch. Foto: Franz-Peter Tschauner

RLP. Rentner in Rheinland-Pfalz kassieren im Schnitt immer länger Altersbezüge. Grund ist die gestiegene Lebenserwartung. Im vergangenen Jahr erhielten Senioren durchschnittlich rund 20 Jahre lang Rente. 1960 dagegen waren diese Zahlungen noch im Schnitt nur etwa zehn Jahre lang geflossen. Das geht aus dem Geschäftsbericht 2018 der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz in Speyer hervor. Er sollte am Mittwoch veröffentlicht werden. Zugleich steigt das Lebensalter bei der ersten Rentenauszahlung: Frauen gingen 2018 durchschnittlich mit 64,5 und Männer mit 63,8 Jahren in Altersrente.

Insgesamt zahlte die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz rund 645 000 Renten zum Jahresende 2018. 6,023 Milliarden Euro überwies sie dafür laut Geschäftsbericht im vergangenen Jahr an Rentner.

Eine steigende Zahl von Versicherten erkläre sich zu freiwilligen Zusatzbeiträgen bereit, um etwa bei vorgezogenem Rentenbezug Abschläge auszugleichen. «Seit 2014 haben 402 Versicherte insgesamt 9,9 Millionen Euro an zusätzlichen Beiträgen eingezahlt», heißt es in dem Bericht.

Frauen profitieren derweil von Kindererziehungszeiten: 2018 erhielten sie dafür durchschnittlich 54 Monate angerechnet – das brachte laut Geschäftsbericht im Schnitt einen Rentenbonus von mehr als 140 Euro pro Monat.

Ein wichtiges Thema für die Rentenversicherung sind nach den Angaben auch Rehabilitationen: «Auf Grund der demografischen Entwicklung und der starken Nachfrage nach Fachkräften am Arbeitsmarkt müssen Arbeitnehmer länger gesund und leistungsfähig bleiben.» Das Durchschnittsalter von Frauen und Männern bei Abschluss einer medizinischen Reha steige daher stetig: «2018 lag es bei 51,6 Jahren.» Für Rehabilitationen und Präventionen zahlte die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz 2018 mehr als 185 Millionen Euro.

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